Lokale Kultur

Über Heinrich Heine

KIRCHHEIM Um 11 Uhr beginnt am Sonntag, 11. März, im Max-Eyth-Haus die nächste Matinee des Literaturbeirats der Stadt. Heinrich Heine steht dabei im Mittelpunkt des Referats von Professor Dr. Joachim Bark. Er ist Professor für neuere deutsche Literatur an der Universität Stuttgart und hat mehrere Werke Heines mit Kommentaren herausgegeben. Bei dieser Veranstaltung spricht er über "Irritationen und Konstanten in Leben und Werk Heinrich Heines".

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Als "Die Wunde Heine" hat der 1933 emigrierte jüdische Philosoph Theodor W. Adorno das Verhältnis zwischen den Deutschen und Heinrich Heine bezeichnet. Aber nicht erst der Antisemitismus im Kaiserreich, von den Nationalsozialisten ganz zu schweigen, hatte mit dem seit 1831 in Paris lebenden Dichter Probleme: schon die Zeitgenossen waren über den Menschen, den Poeten, den Briefschreiber und den Feuilletonisten zuhöchst irritiert, im Wortsinne hin und her gerissen, wie ja die gesamte Epoche zwischen 1819 und 1848 das Etikett der Zerrissenheit trägt. Heines Leben und sein Werk sind von einigen Konstanten und vielen Widersprüchen geprägt, die, im Jubiläumsjahr eher hintangestellt, recht eigentlich seine Modernität begründen und Gegenstand des Vortrags sein sollen.

pm