Lokale Wirtschaft

Überschaubar und mitten im Leben

Die Kreisbaugenossenschaft Nürtingen errichtet insgesamt drei Gebäude mit Miet- und Eigentumswohnungen sowie ein Pflegeheim mit 31 Pflegeplätzen im "Bahnhofspark" in Wendlingen. Im Herbst nächsten Jahres sollen die Wohnungen bereits bezugsfertig sein. Die Betreuung des Pflegeheims übernimmt der DRK-Kreisverband Nürtingen/Kirchheim.

GABY KIEDAISCH

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WENDLINGEN Bei einer gut besuchten Informationsveranstaltung wurde das Projekt "Bahnhofspark" vorgestellt. Die Kreisbaugenossenschaft mit Sitz in Kirchheim baut drei Gebäude in vier- beziehungsweise sechsgeschossiger Bauweise. Insgesamt entstehen 33 Wohnungen mit vier, drei und zwei Zimmern. Alle Wohnungen sind alters- und behindertengerecht eingerichtet, beschrieb Karl-Hans Steiner die Ausstattung.

Das Vorstandsmitglied der Kreisbau, die auf eine über 80-jährige Bauerfahrung zurückblicken kann, erläuterte weiter, dass zwölf dieser Wohnungen im Eigentum der Kreisbau bleiben werden und mit Betreuung vermietet werden sollen. Die anderen 21 Wohnungen werden als Eigentumswohnungen angeboten. Auf speziellen Wunsch kann auch hier ein Betreuungsangebot in Anspruch genommen werden. Der Verkauf dieser Eigentumswohnungen, die zwischen 2000 und 2300 Euro pro Quadratmeter kosten, ist jedoch nicht ausschließlich an Seniorinnen und Senioren gebunden. Es werden jedoch vorrangig Wendlinger Einwohner berücksichtigt.

Den Betrieb des Pflegeheims mit 31 Einzelzimmern übernimmt der Kreisverband Nürtingen/Kirchheim des Deutschen Roten Kreuzes. "Vor einer Woche haben wir uns entschlossen, mitzumachen", sagte DRK-Kreisgeschäftsführer Stefan Wiedemann. Das Rote Kreuz hat mit drei anderen Seniorenzentren ähnlich dem in Wendlingen bereits reichlich Erfahrungen gesammelt: dazu gehören Steingaustift und Fickerstift in Kirchheim und das Haus Kalixtenberg in Weilheim. Vor kurzem hat das DRK den Betrieb eines weiteren Seniorenzentrums in Neckarhausen aufgenommen.

Mit seinen insgesamt 31 Plätzen sei das Pflegeheim in Wendlingen überschaubar, und seine Nähe zur Stadtmitte signalisiere ein Stück Normalität, sagte Stefan Wiedemann, das sei es auch gewesen, was das DRK an der Anlage gereizt habe einzusteigen. Freilich ließe sich darüber streiten, ob diese 31 Plätze auf drei Stockwerke verteilt sein müssen. Zirka 17 Mitarbeiter werden sich jedenfalls um das Wohl der Pflegebedürftigen im Pflegeheim kümmern.

Zum Grundservice für die betreuten Wohnungen gehören unter anderem auch die regelmäßige Anwesenheit einer Ansprechperson, die Auskünfte geben kann, ein Hausnotruf-System oder die Organisation von Aktivitäten wie Seniorengymnastik oder Jahreszeiten-Kreise. Für den weiteren Wahl-Service werden hauswirtschaftliche Versorgung, Mahlzeiten-Service, pflegerische Hilfen, Fahrdienst und Einkäufe angeboten. Zum Konzept des Deutschen Roten Kreuzes gehört auch bürgerliches Engagement. Es schaffe eine besondere Qualität für die Bewohner und überhaupt für das ganze Haus, sagte Stefan Wiedemann.

Die Seniorenanlage wird darüber hinaus ergänzt durch 35 Tiefgaragenplätze, sechs oberirdische Garagen und weitere 19 Parkplätze. Jedes Gebäude verfügt über einen Aufzug. Bei der Planung wurden auch die vorüberfahrenden Züge der nahe gelegenen Bahnstrecke berücksichtigt, indem Schallschutzfenster dort eingebaut werden, wo erforderlich. Außerdem gehören eine Cafeteria und Gemeinschaftsräume zur Ausstattung.