Lokale Wirtschaft

Unternehmen trägt den hohen logistischen Anforderungen Rechnung

Gestern feierte die Firma Lidl-Regionalgesellschaft in der Kirchheimer Hegelstraße das Richtfest ihres neuen Logistikzentrums.

RICHARD UMSTADT

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KIRCHHEIM Der Bau des Zentrallagers für sämtliche Lidl-Märkte im Großraum Stuttgart ging mit dem gestrigen Tag in die entscheidende Endphase. Nicht mehr mächtige Kräne, Bagger und Planierraupen bestimmen das Bild auf dem 80 000 Quadratmeter großen ehemaligen Siemens-Areal. Ab Frühjahr werden dort im mit einer Lagerfläche von zirka 27 000 Quadratmetern modernsten und größten Logistikcenter des schwäbischen Unternehmens täglich die Lidl-Brummis ein- und ausfahren. Sie beliefern bedarfsgerecht etwa 70 Filialen in einem Radius von zirka 30 Kilometern rund um die Teckstadt.

"Damit tragen wir den hohen logistischen Anforderungen Rechnung", war sich Joachim Guth, Geschäftsführer der Lidl-Vertriebs-GmbH Stuttgart mit Sitz in Kirchheim, sicher. Er sprach gestern von einem Meilenstein und wies in diesem Zusammenhang auf die neuen Arbeitsplätze im Auslieferungslager hin. "Deutlich über 150" sollen bis Februar nächsten Jahres in den verschiedensten Bereichen des Logistikzentrums geschaffen werden. "Ausgestattet mit modernster Technik und einer durchdachten Organisation der Arbeitsabläufe finden hier Frauen und Männer einen krisensicheren Arbeitsplatz", sagte Joachim Guth.

Die Lidl-Vertriebs-GmbH erwarb im März 2001 das Grundstück, im Oktober 2003 rückten die ersten Bagger an und im Dezember steht alles unter Dach und Fach. Den regulären Betrieb startet Lidl im Februar. "Wir stellen uns in den Dienst der Region", versicherte der Geschäftsführer und bedankte sich bei der Stadt Kirchheim, den Behörden, Baufirmen, Architekten und den Lidl-Mitarbeitern für die konstruktive Zusammenarbeit.

Kirchheims Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker beglückwünschte die Lidl-Regionalgesellschaft zu "diesem Bau der Superlative". Dabei wies sie auch auf die Ausgleichsmaßnahmen hin: Der nahe Kegelesbach wurde an der Hegelstraße aus seinem Betonkorsett befreit, entlang der Kernerstraße dämmt ein Erdwall den Lärm und einen Großteil der gigantischen Dachfläche lässt der Bauherr begrünen. So war sich die Verwaltungschefin sicher: "Die Integration des Großbetriebs in die Stadt ist gelungen."