Kirchheim

Vom Musiksaal auf die Bühne des Konzerthauses

Schulchor Die Gesangsklassen des LUG erreichen beim Chorwettbewerb auf Bundesebene ein Sensationsergebnis.

Strahlende Gesichter bei der Jury-Bekanntgabe.Foto: pr
Strahlende Gesichter bei der Jury-Bekanntgabe. Foto: pr

Kirchheim. Staunen und Strahlen war angesagt. Nach dem überraschenden Erfolg auf Landesebene im vergangenen November haben die Gesangsklassen des LUG beim Deutschen Chorwettbewerb in Freiburg einen sensationellen dritten Preis erreicht.

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Beim Betreten des Saals zur Stellprobe - nur Stille und Staunen. Den elf- bis 13-jährigen Schülern des LUG wird bewusst, auf der Bühne in einem der größten Konzertsäle Deutschlands zu stehen und rund anderthalb Stunden später vor einer professionellen Chor-Jury im wichtigsten Chorwettbewerb Deutschlands bestehen zu müssen. Die Akustik und Größe des Saales ist klanglich beeindruckend. Die hellen und resonanzstarken Stimmen der Sängerinnen und Sänger füllen den Saal mühelos aus. Jedoch hört man kleinste Ungenauigkeiten, sei es in intonatorischer oder rhythmischer Hinsicht, bis in die letzte Reihe.

Im Bus auf der Fahrt von Kirchheim nach Freiburg - gerade einmal zehn Minuten zuvor - sieht man scheinbar gewöhnliche Jugendliche, die mit ihren Smartphones Selfies knipsen und rumalbern. Im Treppenhaus auf dem Gang zur Hinterbühne haben sie sich verwandelt. In Sängerinnen und Sänger, die sich auf Bundesebene mit anderen Chören aus Deutschland messen werden.

Im Wertungssingen gelingt ein fehlerfreier Vortrag. Die Improvisationen des modernen Musikstückes „Vöglein im hohen Baum“ lassen die Jury staunen, das polyrhythmische Pflichtwerk „Musikanten-Kanon“ gelingt souverän und im „Cerf-Volant“ aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ erstrahlen die Soprane auf herrlicher Legato-Linie. Im JuryGespräch nach dem Wertungssingen wird den beiden Chorleitern, Sebastian Auer und David Schmid, deutlich, dass das hier beim Deutschen Chorwettbewerb auch erwartet werden darf. Die Jury legt den Profi-Maßstab an - ein Bonus für Kinderstimmen ist nicht zu erwarten.

So wird in einem höchst professionellen Austausch über Musikalität und Interpretation gesprochen - sodass sich die beiden Chorleiter sehr glücklich über den dritten Preis und inspiriert mit vielen Ideen im Gepäck für ihre weitere musikalische Arbeit aus Freiburg verabschieden. pm