Lokale Kultur

Von "Aqua Loca" bis zur Gruppe "Good Man Gone Bad"

KIRCHHEIM "Agua Loca", die "Calo Rapallo Band", die "Kirchheimer Stadtmusikanten", "Zydeco Playboys" und "Good Men Gone Bad" sind die Bands, die vom morgigen Freitag bis einschließlich Montagabend im Rahmen des Kirchheimer Stadtfestes auf dem Bastions-Dach zu hören sind und das fast ausschließlich bei freiem Eintritt.

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Den Auftakt bildet am Freitag, 23. Juni, Spanish Latino-Rock mit der Gruppe "Agua Loca", die dafür gerühmt wird, lateinamerikanische und mediterrane Rhythmen so gekonnt und perfekt mit Rock zu verbinden wie kaum eine andere Formation.

Die neun Musikerinnen und Musiker überzeugten bereits 2001 als Hauptact bei "Carnavales" auf der Plaza Mayor in Madrid und begeisterten ein Jahr später über 20 000 Menschen beim "Big Weekend Summerfestival" in Cardiff. Titel wie "Vamanos" oder "Samba Festival" sprudeln vor überschäumender Spielfreude. Die Musik von "Agua Loca" ist percussionsgeladen, melodiös-eingängig, klangfarbenfroh, extrem abwechslungsreich und vor allem immer tanzbar.

Sieben CDs dokumentieren den musikalischen Werdegang der Gruppe. Hunderte Live-Auftritte im In- und Ausland haben der Band eine riesige Fangemeinde eingespielt. Die Veranstalter hoffen auf eine Latin-Sommernacht über den Dächern von Kirchheim, von der nicht nur Einheimische sondern auch die zahlreichen WM-Touristen noch lange schwärmen werden. Karten für dieses Konzert mit "Aqua Loca" gibt es im Vorverkauf bei Juwelier Schlaier, Telefon 0 70 21/24 04 und an der Abendkasse.

Die "Calo Rapallo Band" spielt am ersten Stadtfestabend, am Samstag, 24. Juni, ab 20 Uhr auf dem Bastionsdach. Für seine zahlreichen Kirchheimer Fans ist Calo Rapallo das Highlight jeder Kirchheimer Musiknacht. Der gebürtige Sizilianer hat den Blues im Blut und ist ein begeisterter Rockmusiker. Ohne Zweifel gehört er seit Jahren zur Creme der deutschen Rock- und Bluesgitarristen.

Dem Publikum teilt er seine pralle Gefühlswelt mit der Gitarre unmittelbar und unverstellt mit: Sie singt, schreit, weint, klagt an, triumphiert, schmeichelt und macht verliebt. Calo Rapallo verbindet italienisches Temperament mit schwäbischem Fleiß, wobei seine Bühnenshow sowohl ihm als auch dem Publikum alles abverlangt. In seiner Brust schlagen natürlich zwei Fußball-Herzen. Da Deutschland und Italien erst im Halbfinale aufeinander treffen können, hat er bis dahin doppelte Chancen zum Jubeln und Verzweifeln. Auf jeden Fall hat er das richtige Rezept für jedes Fußballergebnis in seinem Arznei-Koffer. Da spielt es keine Rolle, ob sich alle als "Champions of the World" fühlen oder keine "Satisfaction" verspüren, an die " Good Times" erinnern wollen oder einfach nur noch Lust auf Rock'n'Roll haben. Der Eintritt zu diesem samtäglichen Stadtfestkonzert ist frei.

Frühschoppen mit den Kirchheimer Stadmusikanten steht dann am kommenden Sonntag ab 11 Uhr auf dem Bastionsdach auf dem Programm. Musik, Weißwürste und ein gepflegtes Weizenbier sollen mithelfen, die Strapazen der zurückliegenden Nacht rasch vergessen zu machen. "Umsonst und draußen" könnte wahrlich nicht schöner sein. Angefragt sind Werner Dannemann, Paul Lawall, Georg Kobler, Fred Osen, Gottlob Schmid, Matze Müller, Achim Bosch, Oliver Mascha, Uschi Wiese, Otwin Schierle und andere.

Die Gruppe "Zydeco Playboys" steht dann am Sonntagabend ab 20 Uhr auf der Bühne des Bastionsdaches und verspricht eine "Louisiana- und Down South-Party". Schweißtreibender Zydeco, groovender Latin-Rhythm & Blues, alligatorengeschwängerte Cajun-Songs, polternde Tex-Mex-Polkas und Blues werden geboten. Eine unglaubliche Intensität und Frische zeichnet die ganze Band und vor allem den Akkordeonisten und Sänger Oliver Kraus aus, der den Zydeco nicht nur spielt, sondern auf der Bühne lebt.

Zum musikalischen Stadtfest-Abschluss auf dem Bastionsdach gibt es am Montag, 26. Juni, ab 19.30 Uhr Funk-Jazz-Blues mit der Gruppe "Good Men Gone Bad". Im Blues liegen die Wurzeln der Popmusik. Alte Bluesrecords waren, und sind noch immer, die verbindende Komponente von "Dr. J" und "Sleepy Dee". Im Laufe der Jahre wurden von diesen beiden Musikarchivisten passende Bandmitglieder für Bass und Drums ausgesucht, die vor allem eins haben mussten viel Groove.

Die aktuelle Formation spielt einen ungewöhnlichen Sound aus Blues, Rock 'n' Roll, Sprechgesang, Mowtown und Funk. Die Zusammenarbeit mit "Fanta 4", "Thomas D." (Rückenwind), Flo Dauner oder Rainer von Vielen und Filmmusik sind Glanzlichter eines reichen musikalischen Erfahrungsschatzes. Am Montag werden die Mitglieder der Gruppe "Good Men Gone Bad" mit einem weiteren kostenlosen Auftritt den Konzertreigen beenden.

Am Dienstag, 27. Juni, gibt es dann die beiden restlichen Achtelfinal-Spiele live auf dem Bastionsdach zu sehen.

cb