Lokale Kultur

Von Gospels und Spirituals bis Swing und Jazz

WEILHEIM Es war ein Konzert der Superlative, das die "Murphy-Singers" in der Weilheimer Peterskirche veranstalteten. "Spirit of Music", so lautete der Titel, und Gesang und

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HEIDE BRÖSAMLEN

Musik vom Feinsten boten sie mit ihrem mitreißenden und anspruchsvollen Repertoire, das von Gospels und Spirituals über Pop, Klassik bis hin zu Swing und Jazz-Arrangements reichte.

Die musikalische Leitung hatte Gabriele Grabinger, am Klavier begleitete Peter Grabinger, einer der renommiertesten Pianisten Deutschlands und als Gaststar begeisterte David Moore, dessen Stimme aus Erfolgsmusicals wie "Miss Saigon" und "Starlight Express" bekannt ist. Bis auf den letzten Platz belegt war die Kirche, als es dort zu Beginn des Konzerts erst mal ganz dunkel wurde. Dazu herrschte atemlose Stille nur die Tonangabe konnten die Lauschenden hören.

Einen Psalm singend, ohne Text, Kerzen in der Hand haltend, bewegten sich zuerst die Dirigentin und nach und nach der Chor durch die Kirche. Nach dem Gospel "Light a candle in the night" wurde es dann auch wieder hell in der Kirche.

Die "Murphy Singers", gegründet im Jahre 1990, waren mit 22 Sängerinnen und Sängern vertreten. Ihre musikalische Leiterin, Gabriele Grabinger, kündigte zunächst den Kanon "Halleluja" von Mozart an. Sie ist nicht nur eine hervorragende Dirigentin, sie verstand es auch, die Zuhörerschaft miteinzubeziehen, in dem sie vor jedem Lied kurz dessen geschichtlichen Hintergrund erzählte, zur Einstimmung auf die Gospels und Spirituals. So fühlten sich die Zuhörer beim nächsten Stück "Poor Man Lazrus" versetzt in die Welt der Sklaven und konnten tatsächlich den Charakter des "Working songs" heraushören, der noch unterstrichen wurde durch die exzellente Klavierbegleitung von Peter Grabinger und dem Mitschnippen des Publikums.

Die "Muryphys" sangen, teilweise mit Solisten aus den eigenen Reihen, "On that judgement day, Ezechiel saw the wheel" und die Zuhörer schnippten, klatschen und swingten mit es war eine unglaubliche Stimmung in der Peterskirche. Bei "Somewhere over the rainbow" kam Peter Grabingers Stunde. Virtuos begleitete er am Klavier und begeisterte durch eigene Variationen die gebannt lauschenden Zuhörer.

Dann erwartete die Konzertbesucher ein besonderes Highlight. David Moore, ein überragendes Talent mit einer gewaltigen Stimme, die er auch so leise und weich einsetzen kann, dass sie Gänsehaut verursacht. Er wurde in Pittsburg in Pennsylvania geboren und wohnt schon seit mehreren Jahren in Stuttgart. Er hat in mehr als 13 Musicals Hauptrollen übernommen und ist aus der Musicalszene nicht mehr wegzudenken.

David Moore zog die Zuschauer in seinen Bann mit den Liedern "Ride on King Jesus", "Carry love and you raise me up". Neben Peter Grabinger am Klavier wurde er von M'Baye Koaté einfühlsam und rhythmisch perfekt mit afrikanischen Trommeln, Djembes, begleitet.

Premiere hatte ein indianisches Lied "Take me home" und "Sing my way to heaven", das Gospel und Jazz zugleich war und einen ganz eigenen Rhythmus hatte, der hervorragend durch den afrikanischen Trommler unterstützt wurde.

Einen der vielen Höhepunkte bildeten zweifelsohne die Songs "Oh happy day" und "Amen", bei denen Chor und David Moore zusammen auftraten. Swingend, singend, klatschend zeigte sich der Chor, professionell und stimmgewaltig übernahm David Moore mit seiner herausragenden Stimme das Solo. Mit dem Song "Leave it there", zusammen mit David Moore, ging das Konzert zu Ende. Gabriele Grabinger hat mit ihrem Chor, den instrumentalen Begleitern Peter Grabinger und M'Baye Koaté und dem Gesangsstar David Moore den vielen Konzertbesuchern aus nah und fern einen besonderen Hörgenuss bereitet. Sie zeigten sich restlos begeistert und bedankten sich durch lang anhaltende "Standing Ovations".