Lokale Kultur

Von Oberflächen künstlerisch fasziniert

KIRCHHEIM Anlässlich des Ateliertags des Kirchheimer Kunstvereins am Samstag, 14. und am Sonntag, 15. Oktober, wird Gunter Krönes

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FLORIAN STEGMAIER

Einblicke in sein Rahmenatelier und seine Vergolderwerkstatt in der Wellingstraße 13 geben.

Gunter Krönes studierte zunächst Malerei an der Freien Kunstschule Nürtingen bei Max Bailly und Hilmar Braun, von 1989 bis 1994 dann an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart bei Professor Dieter Groß und in der Bildhauerklasse von Professor Inge Mahn.

Der seit 1999 als Vergolder selbstständig tätige Künstler kann auf zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen zurückblicken, exemplarisch sei auf seine Einzelausstellung 1998 in der Städtischen Galerie im Kirchheimer Kornhaus hingewiesen. Wie für manch anderen seiner kunstschaffenden Kollegen gibt es auch für Gunter Krönes keine eindeutige Trennung von Handwerk und Kunst. Das Eine bedingt das Andere, die Bereiche gehen in gegenseitigem Wechselspiel auseinander hervor.

Vor allem Oberflächen üben auf Gunter Krönes eine künstlerische Faszination aus. War es bei seiner in den neunziger Jahren entstandenen Werkgruppe "Hominiden" die malerische Auseinandersetzung mit Hautoberflächen, sind heute vor allem Rahmenoberflächen in den Fokus gerückt. Nicht nur die Gestaltung von Rahmen als freie Objekte im Sinne der Kunst, auch seine alltägliche, funktional ausgerichtete Arbeit in der Vergolderwerkstatt sieht Gunter Krönes als künstlerischen Prozess.

Eine Einrahmung bedeutet für ihn stets ein jeweils neues und ganz individuelles Reagieren auf ein gegebenes Werk. Im Umgang mit einer Vielzahl unterschiedlicher Materialien Blattgold, Glas, diverse Farbsysteme kann er aus einer profunden künstlerischen Erfahrung schöpfen.

Im Zuge des anstehenden "Ateliertags" bietet Gunter Krönes neben der Präsentation eigener Objekte interessierten Besuchern auch Vorführungen typischer Vergoldertechniken an, ein Handwerk, das bereits im antiken Ägypten eine erste Blüte erlebte. Darüber hinaus gibt es auch Kurse zu kreativen Oberflächentechniken sowie im experimentellen Kunstbereich.