Lokale Wirtschaft

Vorbildlicher Service soll Kunden für Kirchheim begeistern

Eine umfangreiche Tagesordnung mussten die Mitglieder der Gemeinschaft Kirchheimer Handel, City Ring, bei ihrer Hauptversammlung abarbeiten. Relativ schnell abgehandelt war dabei das Thema Wahlen, nachdem sich der Erste Vorsitzende, Karl-Michael Bantlin und auch der Zweite Vorsitzende, Jochen Nägele, erneut für das Amt zur Verfügung gestellt hatten.

WOLF-DIETER TRUPPAT

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KIRCHHEIM Bei Enthaltung der Betroffenen machten jeweils einstimmige Voten der versammelten Wahlberechtigten die Zufriedenheit mit der von den beiden Vorsitzenden geleisteten Arbeit überdeutlich. Auch Kassier Dietmar Ederle und Schriftführer Thomas Kerssens wurden auf der 34. Hauptversammlung des City Rings ebenfalls einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Die Themenschwerpunkte der Hauptversammlung bildeten erwartungsgemäß die mit großem Engagement angestoßene Serviceinitiative, deren einzelnen Module schon fast 100 Teilnehmer erfolgreich durchlaufen haben. Bevor Diplom-Betriebswirtin Sieglinde Hölzli über den derzeitigen Stand der erfolgreich losgetretenen Serviceinitiative informieren konnte, nutzte Bürgermeister Günter Riemer die Gelegenheit, sich den Mitgliedern des City-Rings vorzustellen und die vielen Fragen zu beantworten, die den Mitgliedern des City Rings im Blick auf die Baustelle Tiefgarage Schweinemarkt, die derzeitige Parkplatzsituation und die künftige Verkehrsführung auf dem Alleenring auf dem Herzen hatten.

Nachdem er in Notzingen zur Welt gekommen ist und in Kirchheim das Abitur absolvierte, hat Kirchheims Bürgermeister Günter Riemer, der zuletzt als technischer Bürgermeister in Calw tätig war, ein ganz besonderes Auge für die Veränderungen Kirchheims in den zurückliegenden Jahre. Dass es hier noch immer sehr viel eigentümergeführte Geschäfte statt der andernorts oft dominierenden und für ein austauschbares Stadtbild sorgenden Filialisten gibt, sieht er als große Chance an.

Um sich gegen die Konkurrenz auf der grünen Wiese zu behaupten, habe in Calw immer gegolten "City first", stellte Günter Riemer fest und betonte, dass schließlich "auch der Mensch vom Herzen aus pulsiert". Angesichts der demografischen Entwicklung gelte es gerade in einer Einkaufsstadt, sich auf die sich verändernde Situation einzustellen und vor allem auch die Generation der vitalen Älteren als wichtige Kundengruppe zu erkennen. Da Kirchheim noch immer Zuwanderungsgebiet ist, müsse konsequent gegen einen weiteren Verlust von Kaufkraft angesteuert werden.

Nachdem Kirchheim einst vielen anderen Städten voraus war, was die Attraktivität der Fußgängerzone angeht, sei inzwischen manches in die Jahre gekommen. Günter Riemers Hinweis auf das Thema Beleuchtungskonzept und die Information, dass im Mai vier Probelampen installiert werden, nutzte Karl-Michael Bantlin dazu, alle Händler und Hausbesitzer zu motivieren, die Bemühungen um ein Gestaltungs- und Beleuchtungskonzept nach Kräften zu unterstützen.

In seinem Rückblick erinnerte der Erste Vorsitzende des City Rings an die impulsgebende Arbeit der Wirtschaftsbeirats und an die bereits geführten Zukunftsdialoge zu den Themen Messe, S-Bahn und Einzelhandelsstandort Kirchheim. Erfreut zeigte er sich über den Rücklauf der im Blick auf die Serviceinitiative durchgeführte Mitgliederbefragung und die erfreulich positiven Ergebnisse.

Karl-Michael Bantlin berichtete noch über die Aktivitäten des Schweinemarktausschusses und appellierte im Blick auf den Arbeitskreis Schweinemarkt eindringlich an alle Mitglieder, das Thema Schweinemarkt positiv zu verstehen und auch so zu vermitteln, da hier die Zukunft liege. Bevor Jochen Nägele gemeinsam mit Roland Geiger noch einmal kurz die vielfältigen Aktivitäten des City Rings Revue passieren ließ, machte er deutlich, dass es richtig sei, in Kirchheim weiterhin Schlussverkäufe anzubieten und dadurch vorhandene Energien zu bündeln.

Dem Rückblick auf die insgesamt positiv verlaufenen Goldenen Oktobertage, deren Versuchsballon eines eigenständigen Jugendtages allerdings stark unter den Witterungsbedingungen litt, die BdS-Messe "Highteck" und das ganz besonders intensive Engagement auf cineastischem Gebiet, folgte die Hinwendung zu aktuellen Aufgaben. Zum Muttertag will der City Ring 2 000 Pflanzen verschenken, wobei sich noch nicht alle Mitglieder in die Teilnehmerliste eingetragen haben.

Ein in Zeiten schwieriger gewordenerer Parkplatzsuche äußerst praktisches Kundengeschenk wurde an diesem Abend ebenfalls noch einmal beworben. Sehr großer Beliebtheit erfreuen sich schließlich die mit City Ring- und Stadtemblem bedruckten Parkscheiben, auf deren Rückseite die regulären und während der Bauzeit der Tiefgarage Schweinemarkt in Kirchheim zusätzlich vorgehaltenen Parkplätze abgebildet sind. Farblich nach gebührenpflichtigen und gebührenfreien Stellplätzen unterschieden und mit der genauen Stellplatzzahl versehen, sind sie ein ideales Geschenk für Besucher der Einkaufsstadt Kirchheim.

Die von Sieglinde Hölzli vorgestellten vielfältigen Aktivitäten der Serviceinitiative des City Rings wurden mit viel Applaus bedacht und von Jürgen Renken als große Chance für Kirchheim bezeichnet, sich gegen die Konkurrenz im Umland zu behaupten.

Sorge weckende Entwicklungen wie etwa in Metzingen zeigen ihm, wo Kirchheim seine Herausforderung suchen muss. Gute Läden gehen schließlich oft einher mit keinem oder nur schlechtem Service und genau hier sieht der ehemalige City Ring-Vorsitzende die große Chance, besser zu sein oder mit Hilfe der Serviceinitiative zu werden als andere Städte. Auch wenn schon viele Teilnehmer in den verschiedensten Modulen geschult worden seien, müsse dieser Weg weiter beschritten werden. Schließlich gebe es noch zu viele, denen die Sensibilisierung für den positiven Umgang mit Kunden fehlt, die nicht trotz der Baustelle nach Kirchheim kommen sollen, sondern sich wegen des freundlichen und kompetenten Personals auch künftig konsequent für den Einkauf in Kirchheim entscheiden.