Lokale Wirtschaft

Weniger Ausbildungsplätze im Kreis

Die SPD-Landtagsabgeordnete Carla Bregenzer hat zum Ausbildungspakt im Kreis Esslingen eine Anfrage an den Landtag gestellt. Sie vermisst ein besseres Ergebnis dieses Paktes.

KREIS ESSLINGEN Carla Bregenzer stellt klar, dass trotz der von Industrie und Handwerk versprochenen Anstrengung, im Jahr 2004 mehr Ausbildungsplätze zu schaffen, im Kreis Esslingen bei der Agentur für Arbeit im Vergleich zu 2003 zwölf Prozent weniger Ausbildungsplätze gemeldet gewesen seien. Während am 30. September 2003 für 7426 Bewerber und Bewerberinnen 5910 Ausbildungsplätze gegenüberstanden, waren es 2004 nur 5220 Ausbildungsplätze für 8168 Bewerber und Bewerberinnen.

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Inzwischen wurden weitere Anstrengungen unternommen und viele Jugendliche nachvermittelt, zusätzliche Ausbildungsplätze entstanden. "Ein Fazit muss leider gezogen werden statt mehr Ausbildungsplätzen sind weniger entstanden," bedauert Carla Bregenzer. Dass trotzdem zum Glück am Jahresende nur noch wenige Jugendliche unversorgt waren, hat drei Gründe: Zum einen sind viele Jugendliche in Vollzeitschulangebote gewechselt. Im letzten Schuljahr gingen 5622 Jugendliche in Vollzeitschulen wie Berufsvorbereitungsjahr oder Berufskollegs, in diesem Schuljahr sind es fast 6000 Jugendliche.

"Leider kommt die Landesregierung ihrer Pflicht, ausreichend Lehrer einzustellen, nicht nach. Es ist unverantwortlich, dass das Land jetzt auch noch die Zuschüsse für Abendschulen kürzt und damit vielen jungen Menschen den zweiten Bildungsweg verbaut," kritisiert die SPD-Landtagsabgeordnete.

Ein zweites Angebot für Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz erhielten, sind die neu angebotenen Praktikumsplätze, die eine Überbrückung, das Vorbereiten auf eine Arbeit oder der Einführung dienen können. Inzwischen sind im Bereich des Landkreises Esslingen rund 600 Praktikumsplätze bei der IHK gemeldet, so die Auskunft des Wissenschaftsministeriums.

Als drittes Standbein kommen so genannte Qualifizierungsmaßnahmen als Angebote für Jugendliche in Frage. Das sind Angebote spezieller Träger, die sich um die Jugendlichen kümmern, die aus welchen Gründen auch immer schwer in Arbeits-, Ausbildungs- oder Praktikumsstellen zu vermitteln sind. "Jeder junge Mensch hat einen Anspruch auf Ausbildung, Beschäftigung oder Qualifizierung. Wir dürfen keinen zurücklassen, sich selbst überlassen. Diese Maxime der Rotgrünen Bundesregierung Tat werden zu lassen, lohnt jede Anstrengung," so Carla Bregenzer abschließend.

pm