Lokale Wirtschaft

Wie Phönix aus der Asche

Zwei Jahre nach der Übernahme durch die Kirchheimer Narr-Gruppe und einer harten Sanierungsphase blickt der Wernauer Steckverbindungshersteller 2E Mechatronic wieder optimistisch in die Zukunft.

WERNAU Zum 1. Oktober 2002 übernahm die Kirchheimer Firmen-Gruppe Narr mit einer Mehrheitsbeteiligung den damals stark Insolvenz gefährdeten Steckverbinderhersteller 2E Rolf Hiller aus Wernau. Mit finanzieller Unterstützung durch den Hauptgesellschafter der Wilhelm-Narr-Stiftung und einer harten Sanierungsphase hat sich die Mannschaft um den Geschäftsführenden Gesellschafter Uwe Remer neu formiert. Die heutige 2E mechatronic GmbH & Co. KG hat das ursprüngliche Kerngeschäft der ehemaligen Firma 2E die Entwicklung und Herstellung von elektrischen Steckverbindern beibehalten und um die vollautomatische Herstellung von Präzisionsspritzgussgehäuseteilen mit metallischen Einlegeteilen erweitert.

Anzeige

Ein weiteres Standbein ist die so genannte MID-Technologie. Unter dem englischen Ausdruck MID (Moulded Interconnected Devices) versteht man so genannte spritzgegossene Schaltungsträger. Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes wurde die weltweit erste Produktionsanlage für heißgeprägte MID-Baugruppen bei 2E in Wernau aufgebaut. Seit Oktober dieses Jahres produziert 2E auf dieser Anlage die ersten Serien- MID-Teile für die Automobilindustrie.

2E ist heute ein kompetenter Partner für seine Kunden, die sich aus den unterschiedlichsten Branchen rekrutieren. Um den wachsenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden und die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Baden-Württemberg auch in Zukunft zu sichern, war es notwendig, die Produktionsmöglichkeiten zu erweitern. Dies war möglich, indem die Vermieterin, die Firma Jehle aus Wernau, bereit war, die Räumlichkeiten so umzubauen und zu erweitern, dass der moderne Produktionsbetrieb die benötigte Produktionsfläche bekam. Die Um- und Erweiterungsbauten wurden von der Kirchheimer Architektengruppe KLE geplant und mit regionalen Handwerksbetrieben umgesetzt.

Die Kirchheimer Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker lobte bei der Einweihungsfeier als Stiftungsratsvorsitzende der Wilhelm-Narr-Stiftung das Engagement der Firma: "Sie leisten in der Region ihren Beitrag zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen." Erfreulich sei die unternehmerische Initiative, die mit finanzieller Unterstützung der Kirchheimer Firmengruppe den derzeitigen negativen gesamtwirtschaftlichen Meldungen zum Trotz etwas bewegen kann.

pm