Lokale Wirtschaft

Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Schule

Als "gelungene Verbindung zwischen Schule, Industrie und Handwerk" bezeichnete Professor Dr. Ing. Wolfgang Rau den Verein der Freunde und Förderer der Max-Eyth-Schule. Anlass der Feierstunde waren das 20-jährige Bestehen des Vereins und die Übergabe des renovierten Eingangsbereichs an den Schulträger.

ANDREAS VOLZKIRCHHEIM Ein Satzungsziel des Fördervereins besteht darin, die Max-Eyth-Schule finanziell zu unterstützen, wo die Mittel des Schulträgers nicht ausreichen oder gar nicht erst zur Verfügung stehen. Seine Einnahmen erzielt der Verein, der über 120 Mitglieder zählt, vor allem durch Kurse zur beruflichen Weiterbildung. 3 800 Kursteilnehmer habe es bereits gegeben, sagte der Erste Vorsitzende Wolfgang Rau. Die Einnahmen werden für die technische Ausstattung der Schule verwendet. Im jüngsten Fall hat der Verein mit 40 000 Euro eine Anschubfinanzierung für die Sanierung des Foyers geleistet.

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Landrat Heinz Eininger lobte von Seiten des Schulträgers die Kooperation, die Wirtschaft und Schule zum gegenseitigen Nutzen eingehen. Der Verein organisiere beispielsweise auch Fortbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte: "Dadurch kommt es zum Wissenstransfer von der Wirtschaft in den schulischen Bereich hinein. Das ist die beste Verzahnung von Theorie und Praxis." Der Landkreis Esslingen gebe als Schulträger jährlich 550 000 Euro für die Max-Eyth-Schule in Kirchheim aus, könne aber sicher nicht alle Wünsche der Schule erfüllen. Deshalb seien die 300 000 Euro, die der Förderverein in den 20 Jahren seines Bestehens für die Schule investiert hat, ein wichtiger flankierender Betrag.

20 Jahre seien zwar kein "richtiges" Jubiläum, aber doch ein Grund, dem Verein und seiner Arbeit Aufmerksamkeit zu widmen. Darüber hinaus gibt es 2006 ohnhin ein "Superjubiläumsjahr" für die Max-Eyth-Schule, sagte Heinz Eininger. So werde an den 100. Todestag des Namenspatrons Max Eyth erinnert, und außerdem gelte es 200 Jahre berufliches Schulwesen in Kirchheim zu feiern.

Schulleiter Erich Zeh dankte Förderverein und Landkreis, dass der Eingangsbereich jetzt als "Visitenkarte" für die Besucher "aufgepäppelt" werden konnte. Bisher habe der Eingang einfach nicht zu einer "zukunftsorientierten Schule" gepasst. Das Umfeld sei aber wichtig für das Lernklima. Deshalb kam Zeh auch auf weitere Sanierungsmöglichkeiten zu sprechen: Über dem Eingangsbereich gebe es noch zwei Stockwerke, denen die konzentrationsfördernden, entspanndenden und jugendlich frischen Farben Blau, Hellblau und Weiß ebenfalls gut täten.

Wie innovativ sich das richtige Lernumfeld auf die Schüler auswirken kann, zeigte der Gitarrist Sevan Boyaciyan, der im Jahr der Fördervereinsgründung sein Abitur an der May-Eyth-Schule abgelegt hatte. Mit feurigen Rhythmen unterhielt er die Gäste der Feierstunde, fabrizierte E-Gitarren-Töne ohne Verstärker und schlug nebenbei noch Trommeltöne auf seinem Instrument oder bediente die Kastagnetten.