Lokale Kultur

Zwei Stunden Show und Unterhaltung

OWEN Bereits zum zweiten Mal ist die Big Band der Bundeswehr ins Lenninger Tal gekommen, um die Arbeit des Roten Kreuzes zu unterstützen: In der Teckhalle in Owen begeisterten die Profimusiker mit einem mehr als zweistündigen Show- und Unterhaltungsprogramm rund 700 Zuhörerinnen und Zuhörer.

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Das begeisterte Publikum bedankte sich mit stehenden Ovationen und die Big Band der Bundeswehr unter der Leitung von Oberstleutnant Michael Euler durfte erst nach drei Zugaben die Bühne der Owener Teckhalle wieder verlassen.

Ein Highlight nach dem anderen sorgte während der Show für Gänsehaut. Gleich zum Auftakt begeisterte ein Trompetensolo von Thomas Inderka im "Jumping at the woodside" von Count Basie. Die Höhen, die er dabei erklommen hat, haben die vielen aktiven Musiker aus den örtlichen Musikvereinen, die im Publikum saßen, staunen lassen.

Ebenso beeindruckend war im zweiten Teil des Konzerts das Saxofon-Solo mit dem Titel "Send in the Clowns", unvergleichlich ausdrucksstark und eigenwillig dargeboten von Peter Jenal. Großartig präsentierte sich auch der Saxofonist Christoph Heftrig mit seinen Variationen mit dem Titel "When a man loves a woman".

Zu den weiteren Höhepunkten des Konzerts zählte sicher auch das "Concierto des Aranjuez". Dargeboten wurde das ursprünglich für Gitarren komponierte Stück als wunderschöner Trompetensatz mit Martin Golle, Jörg Brohm, Thomas Inderka und Andreas Sicking.

Dass sich die Musiker der Big Band der Bundeswehr nicht nur als klassische Big Band, sondern auch als Showband verstehen, war unübersehbar. Im ersten Teil beispielsweise kamen im Showblock unterschiedlich zugeschnittene Bambusröhren aus der Heimat des vietnamesischen Keyboarders Vincent Nam zum Einsatz. Als Fünferblocks gebunden und damit an Hände erinnernd, wurden sie durch die Luft gezogen und erzeugten dabei Rhythmen und Töne, die die Zuschauer verblüfften.

Hinreißend war auch das letzte Stück des ersten Teils, ein Medley aus dem Film "Sister act". Sängerin Bwalya kam im Nonnenkostüm auf die Bühne und sah Film-Hauptdarstellerin Whoopie Goldberg zum Verwechseln ähnlich. Überzeugend war auch die Darbietung des "I will follow him", die stark an den Film erinnerte.

Im selben Medley kamen auch die fünf Saxofonisten der Big Band als Chor zum Einsatz im Mönchskostüm. Apropos Outfit: Im ersten Teil der Show waren die Musiker in der Luftwaffen-Uniform zu sehen, im zweiten in der Uniform der Bundesmarine.

Begrüßt wurden die rund 700 Konzertzuhörer vom stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Owen, Hans-Jörg Schmid, verabschiedet vom Bereitschaftsleiter Heinz Schmollack, zusammen mit seiner Stellvertreterin Christina Kleiner sowie seinem Stellvertreter Hans-Jürgen Jung, der maßgeblich verantwortlich für Vorbereitung und Durchführung war.

Rund um das gelungene Benefizkonzert der Big Band der Bundewehr waren für Bewirtung sowie Hallenauf- und -abbau rund 30 Mitglieder der DRK-Bereitschaft und des Jugendrotkreuzes im Einsatz.

drk/pm