Aus den Vereinen

Vielfalt bewahren

Versammlung des Kirchheimer BUND

Die Kirchheimer BUND-Ortsgruppe hat sich im vergangenen Jahr erfolgreich für Landschaftspflege und Artenschutz eingesetzt.

Kirchheim. Ulrich Mach,

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Vereinsvorsitzender der BUND-Ortsgruppe Kirchheim, zog bei der Mitgliederversammlung Bilanz. Nicht nur die schon seit zweieinhalb Jahrzehnten durchgeführten Artenschutzmaßnahmen und Landschaftspflegeprojekte der Ortsgruppe dienen dem Erhalt geschützter Pflanzen und Tierarten. Auch das Veranstaltungsprogramm der Ortsgruppe stand g

anz im Zeichen des „Internationalen Jahres der biologischen Vielfalt“.

Als Auftakt hatte Dr. Robert Trusch vom Staatlichen Naturkundemuseum Karlsruhe, der als Kurator die Landesdatenbank Schmetterlinge Baden

- Württembergs betreut, in der Kirchheimer Stadthalle einheimische Tag- und Nachtfalter vorgestellt.

Drei Familienexkursionen in die Natur ergänzten diesen Schwerpunkt. So bot das Ökomobil bei den Bürgerseen den kleinen und großen Besuchern die Möglichkeit, die dortigen Lebensräume Wald, Gewässer und Blumenwiese unter die Lupe zu nehmen. Der Steinkauz-Experte der ­NABU-Ortsgruppe Köngen stellte die kleinen Eulen in ihrem Lebensraum, den Streuobstwiesen, vor. Und das Thema heimische Schmetterlinge wurde auf einer Exkursion im Raum Bissingen unter der fachkundigen Führung des Schmetterlings-Experten Walter Schön vertieft. Interessierte hatten bei den Exkursionen die Möglichkeit, Natur „hautnah“ zu erleben.

Mit ihrem Landschaftspflege- und Artenschutzprogramm leiste die Ortsgruppe einen ganz praktischen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt vor Ort, so der Vereinsvorsitzende. Im abgelaufenen Vereinsjahr war die BUND-Ortsgruppe wieder an 15 Wochenenden und bei etlichen Terminen unter der Woche in der Landschaftspflege und beim Artenschutz im Raum Kirchheim und Weilheim aktiv. Pro Termin sind zwei bis sieben Ehrenamtliche fünf bis sechs Stunden beschäftigt.

Mit dem jährlichen Aufbau eines Leitzauns für Amphibien wird verhindert, dass die Tiere an der B 297 zwischen Kirchheim und Reudern überfahren werden. Um die vom Aussterben bedrohten Gelbbauchunken zu unterstützen, werden von den Ehrenamtlichen bis zu 50 Laichgewässer jährlich gegraben und vier Monate lang betreut. Außerdem nehmen Ehrenamtliche am BUND-Projekt „Ein Rettungsnetz für die Wildkatze“ teil, bei dem der Nachweis für Wildkatzenvorkommen in der Region Kirchheim erbracht werden konnte.

Lohn des nun schon fast 25-jährigen Engagement ist es, dass sich die Bestände der vom Aussterben bedrohten Tiere und Pflanzen auf den Flächen stabilisieren. Ulrich Mach dankte allen Helfern, die sich bei der Landschaftspflege engagieren, wies aber darauf hin, dass die Ortsgruppe Verstärkung bei diesen Aufgaben brauchen kann. Interessierte können sich unter www.bund-es.de oder beim Kirchheimer BUND-Umweltzentrum, Telefon 0 70 21/4 94 80, informieren.

Zudem beschäftigt sich die BUND-Ortsgruppe mit Flächennutzungs- und Bebauungsplänen. Auch in den schriftlichen Stellungnahmen der Ortsgruppe zu öffentlichen Vorhaben und Planungen steht die Nachhaltigkeit und der Natur- und Umweltschutz im Mittelpunkt.

Die Jahreshauptversammlung der BUND-Ortsgruppe Kirchheim wurde mit den Wahlen beschlossen. Der Vorsitzende Ulrich Mach, der stellvertretende Vorsitzende Professor Dr. Martin Dieterich sowie der Schatzmeister Siegfried Hauff stellten sich wieder zur Wahl und wurden in ihren Ämtern bestätigt. pm