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Wohnen und Arbeiten in Weilheim

So soll es einmal aussehen, das KLIMA|WERK von cellcentric in Weilheim. Foto: cellcentric

Weilheim an der Teck liegt nicht nur in reizvoller Umgebung am Fuße der Schwäbischen Alb, vor allem die günstigen Verkehrsverbindungen zur nahe gelegenen Stadt Kirchheim unter Teck, zur Kreisstadt Esslingen am Neckar und in die gesamte Region Stuttgart machen sie als Wohn- und Arbeitsort interessant. Mit dem neuen Gebiet Rosenloh zur Gewerbeflächenentwicklung und der geplanten Umgehungs- beziehungsweise Entlastungsstraße sowie auch mit dem projektierten A 8-Albaufstieg und dem angedachten S-Bahn-Anschluss wird die Stadt in den kommenden Jahren weiter an Attraktivität gewinnen.

Kinder- und familien­freundliche Stadt

Die Stadt Weilheim an der Teck ist Trägerin von sieben eigenen Kitas und bietet dort aktuell 460 Betreuungsplätze für Kinder ab einem Jahr bis zum Schuleintritt an. Weitere Einrichtungen und Plätze befinden sich derzeit in Planung beziehungsweise im Bau, dafür investiert die Stadt insgesamt rund zehn Millionen Euro. „Aus ihrem Selbstverständnis als kinder- und familienfreundliche Stadt ist es der Stadt eine Herzensangelegenheit, gute Betreuungsangebote für die Kinder der Stadt zu schaffen und diese bedarfsgerecht zu erweitern“, so Bürgermeister Züfle. Die freien Träger wie der Freie Kindergarten Weilheim e. V. und der Waldkindergarten Weilheim e. V. sind seit 2004 in der städtischen Bedarfsplanung berücksichtigt. Erstmals setzt sich die Stadt mit der Naturpädagogik auseinander, was die Kinderbetreuungslandschaft in Weilheim bereichern soll. „Mit einem Naturkindergarten für Hepsisau geht die Stadt Weilheim neue Wege bei Bildung und Betreuung unserer jüngsten Einwohner“, legt das Stadtoberhaupt dar. Der Akzent mit dem Naturkindergarten in Hepsisau, der in Kürze offiziell eröffnet wird, soll in Weilheim nahe den Tennisplätzen an der Kirchheimer Straße mit 40 weiteren Plätzen seine Fortsetzung finden.

Beton statt Steine

Für den Turnhallen-Neubau der Limburg-Grundschule in Weilheim an der Teck wurde im Herbst der sogenannte Grundstein gelegt, mittlerweile steht ein Großteil des Gebäudes. Besonderheit der neuen Halle ist das Ton in Ton vorgesehene Gesamtkonzept sowohl der Gebäudehülle mit einem rötlich durchgefärbten Sichtbeton als auch des Innenraums mit dem dominierenden Farbton Rotbraun. Der Innenraum der Turnhalle wird teilbar sein, sodass zwei Klassen oder Vereinsgruppen schon bald parallel Sport treiben können.

Mobilitätskonzept

Um den zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden, hat die Stadt Weilheim ein Mobilitätskonzept mit einem Blick auf die Jahre 2030 bis 2035 in Auftrag gegeben. Konkret geht es beispielsweise um die Verbesserung des Fußverkehrs, eine Ausarbeitung der Radverkehrsachsen sowie eine Optimierung der Parksituation. Dabei wird aber auch der motorisierte Verkehr und der öffentliche Verkehr nicht außer Acht gelassen. „Einige Maßnahmen und Ideen brauchen einen längeren Atem, andere können zeitnah umgesetzt werden, wie zum Beispiel neue Radabstellbügel, Radschutzstreifen und eine Radreparaturstation“, weiß Bürgermeister Johannes Züfle, der selbst bei jeder Gelegenheit mit dem Rad unterwegs ist.

E-Carsharing

Elektrisch mobil: Als eine der umgesetzten Maßnahmen des Mobilitätskonzepts steht den Weilheimerinnen und Weilheimern seit Anfang des Jahres ein E-Auto im Carsharing-Modell der Firma deer zur Verfügung. Nachdem die Ladesäule auf dem Parkplatz bei der katholischen Kirche in der Brunnenstraße bereits im Januar in Betrieb genommen wurde, können alle in der deer-App registrierten Bürgerinnen und Bürger nun auch das Elektrofahrzeug nutzen. An der Ladesäule sind insgesamt zwei Stellplätze für Elektrofahrzeuge reserviert. „Das Konzept des ‚Autoteilens‘ soll möglichst vielen die Möglichkeit geben, zumindest den Zweitwagen abzuschaffen oder Neuanschaffungen zu vermeiden“, hofft Bürgermeister Johannes Züfle. Er ist zuversichtlich, dass sich der Parkplatzmangel in der Stadt auf längere Sicht spürbar entspannen könnte.

Gewerbeflächenentwicklung Rosenloh

Rund 30 Hektar sind im Gebiet Rosenloh, nördlich der Bebauung Weilheims Richtung Autobahn, für die Gewerbeflächenentwicklung vorgesehen. 15 Hektar sind für die Firma Cellcentric und 15 Hektar für das örtliche Gewerbe geplant. Auch der Bau einer Entlastungsstraße ist im Gesamtpaket enthalten.

Nach dem Bürgerentscheid im April 2022, in dem sich 70 Prozent der Weilheimerinnen und Weilheimer für neue Gewerbeflächen und die Ansiedlung von Klimaschutz- und Technologieunternehmen sowie den Bau einer Entlastungsstraße ausgesprochen haben, hat die Stadt Weilheim im Januar 2024 das letzte noch ausstehenden Grundstück in der zentralen Fläche erwerben können.

Baugebiet „Halde III“

Weilheim bekommt ein neues Wohngebiet: Im Ortsteil Hepsisau geht es nun darum, das Baugebiet zu erschließen und Platz für die geplanten neun Einfamilienhäuser zu schaffen. Der Grunderwerb konnte bereits vor längerer Zeit abgeschlossen werden. Sämtliche Grundstücke sind zwischenzeitlich im Eigentum der Stadt. Um die Erschließung weiter vorzubereiten, wurde zuletzt die Beauftragung der Ingenieurleistungen beschlossen. Baubeginn soll im Spätherbst 2024 sein.

Wohnbebauung
„Kirchheimer Straße Nord“

Zudem sollen im Stadtgebiet „Kirchheimer Straße Nord“ Wohnungen für 370 Menschen entstehen. „Wohnraum zu niedrigen Wohnpreisen wird immer weniger, wenn Altbauten abgerissen werden. Das ist die Realität“, verdeutlicht Bürgermeister Johannes Züfle.

Umso mehr freut es das Stadtoberhaupt, dass mit den jeweiligen Projektträgern zwischenzeitlich ein Planungskostenvertrag abgeschlossen werden konnte. Damit sind wichtige Eckpunkte, insbesondere zum sozialgebundenen Mietwohnungsbau und zur Herstellung von öffentlichen Stellplätzen, fixiert.

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Arbeiten in Weilheim

Einige große Firmen und viele mittelständische Unternehmen, aber auch eine Vielzahl von Handwerks- und Landwirtschaftsbetrieben haben sich in Weilheim angesiedelt. Aber auch die Stadt Weilheim ist eine ausgezeichnete Arbeitgeberin: Ob Fachkraft, Quereinsteigerin oder Azubi: Wer eine Stadtverwaltung primär als moderne Dienstleisterin für ihre Bürgerinnen und Bürger sieht, ist mit dieser Einstellung in Weilheim genau richtig. Die Stadt Weilheim beschäftigt 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und ist als Arbeitgeberin ausgezeichnet. Und zwar mehrfach: als digitale Zukunftskommune, bei der Gesunderhaltung und beispielsweise im Bereich Weiterbildungen.

Zukünftig wird das KLIMA|WERK von Cellcentric in Weilheim zu finden sein. Die Ansiedlung ist ein einmaliges Zukunftsprojekt für Weilheim und die Region. Die Region, in der schon das Automobil erfunden wurde, wird jetzt Vorreiter für klimaneutrale Antriebe, mit einer Technologie auf Basis sicherer und effizienter Brennstoffzellensysteme, die mithilft, die weltweiten CO2-Emissionen zu reduzieren. Mit einer Technologie, die durch den Einsatz von Wasserstoff in den Brennstoffzellensystemen sauber Energie erzeugt und nur eines in die Natur abgibt – reines Wasser und mit einer Technologie, die Weilheim zu einem Vorreiter der globalen Transformationsbewegung macht.