04.09.2012 - 02:02 Uhr

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Nicht immer freie Sicht am Hörnle

184 Teilnehmer aus sieben Nationen haben sich am vergangenen Wochenende zum 50-jährigen Jubiläum des weltgrößten Hangflugwettbewerbs am Hörnle eingefunden: Beim Teckpokalfliegen herrschte Massenandrang. Bei den Junioren ging der Klassensieg nach Dettingen/Teck.

30. Teckpokal im Modellflug auf dem Hörnle
30. Teckpokal im Modellflug auf dem Hörnle

Owen. Aufgrund des dichten Nebels war am Samstagmorgen an Modellflug nicht zu denken. Doch die Modellflieger wussten sich zu helfen. Die Wartezeit wurde zum Fachsimpeln und Austauschen von Erfahrungen genutzt. Der Wettbewerb begann mit mehr als dreistündiger Verspätung – statt wie geplant um 8.30 Uhr um 11.40 Uhr. Danach stellte sich die an sich einfache Aufgabe, nach exakt 200 Sekunden Flugzeit das Modellflugzeug in einem rechteckigen, quer unterteilten Feld zu landen. Jede Sekunde Zeitüber- oder -unterschreitung führte zu Punktabzügen. Werden mehr als drei Durchgänge geflogen, so wird der schlechteste Durchgang jedes Piloten gestrichen.

Durch den guten Hangaufwind konnte auf die Unterstützung der Elektrowinden als Starthilfe verzichtet werden, und die Modelle wurden im 40-Sekunden-Takt an der Hangkante gestartet. Nach zweieinhalb Stunden konnte direkt mit dem zweiten Durchgang begonnen werden. Bei anhaltend gutem Hangaufwind und durch die routinierte Arbeit der Helfer des MSC Kirchheim wurde auch dieser Durchgang ohne Schwierigkeiten durchgeführt. Zu Beginn des dritten Durchgangs wurde der Ostwind immer schwächer und die Piloten hatten immer mehr Mühe, die geforderte Flugzeit zu erreichen. Da sich bereits eine größere Regenfront anbahnte, wurde der erste Wettbewerbstag nach den ersten 20 Piloten beendet.

Am Sonntagmorgen wurde der Wettbewerb pünktlich um halb neun bei guten Sichtverhältnissen fortgesetzt. Es fehlte allerdings an Hangaufwind, sodass die Modelle mit Elektrowinden gestartet werden mussten. Gegen Mitte des dritten Durchgangs kam wieder eine leichte Eintrübung durch Nebel auf. Trotzdem konnte dieser Durchgang ohne Unterbrechungen fortgeführt werden. Gegen 15.20 Uhr war dieser Wettbewerb mit Abschluss des vierten Durchgangs schließlich beendet.

Bei den Senioren gewann Peter Tack aus Lauda knapp vor Steffen Wiesner (Owen) und Hans Haller aus Tirol. Bei den Junioren setzte sich Marc Ott aus Dettingen/Teck vor dem 10-jährigen und jüngsten Teilnehmer Luis Tack (Lauda) und Marco Zaugg aus dem schweizerischen Riggisberg durch. Die Klasse der Edelsenioren gewann Bruno Klingenschmied aus Tirol vor Paul Böhlen aus Riggisberg und Frieder Scholze aus dem Allgäu.

Nach einem Schaufliegen der Firma Graupner wurde die Siegerehrung durch die Organisatoren Ulrich Trautwein und Michael Seyfang zusammen mit Stefan und Florian Graupner durchgeführt. Für die Besten gab es wertvolle Sachpreise. Gesellig war es am Abend zuvor zugegangen: Zur Jubiläumsveranstaltung gab es ein gemütliches Beisammensein in der Fliegerhalle auf der Hahnweide, zu dem auch Bürgermeister Günter Riemer und der Vorsitzende des MSC Kirchheim, Siegfried Berger, erschienen. Dieter Schnarrenberger, Josef Mögn und Walter Lamparter wurden für außergewöhnliche Teilnahmen beim Teckpokal geehrt. Schnarrenberger und Mögn nahmen an über 40 Wettbewerben in der 50-jährigen Geschichte des Wettbewerbs teil, Lamparter (Dettingen/Teck) hat außerdem als einziger Modellflieger sowohl am ersten Teckpokalfliegen 1963 sowie am diesjährigen Wettbewerb teilgenommen. Ausführliche Resultatslisten sind auf der Homepage des Modellsport-Clubs (http://www.teckpokal.de/) zu sehen.ms

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