17.08.2011 - 02:15 Uhr

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Österreicher in Litauen macht Kirchheim Ehre

Mal was anderes: Bei der Segelflug-EM in Litauen hielt ein Österreicher die Kirchheimer Farben hoch. Wolf-Hirth-Pilot Andreas Lutz belegte in der 15-m-Rennklasse Platz zehn.

<Samsung L74, Samsung VLUU L74>

Pociunai. Kurzfristig hatte sich für 15-m-Rennklasse-Segelflieger And­reas Lutz (Fliegergruppe Wolf Hirth Kirchheim) nach dem Ausfall eines Piloten die Möglichkeit ergeben, an den Europameisterschaften im litauischen Pociunai teilzunehmen: der Österreicher rückte ins österreichische Team nach. Lutz‘ erster großer internationaler Auftritt gelang: Im 25 Piloten starken Fed belegte er Platz zehn. Dazu gelang ihm ein Tagessieg. Andreas Lutz arbeitet seit fast zwei Jahren als Entwicklungsingenieur beim Kirchheimer Hersteller Schempp-Hirth und ist seit dieser Zeit auch auf der Hahnweide aktiv.

An den insgesamt zehn Wertungstagen waren die Spitzenpiloten stark gefordert worden: Von Flügen bei minimaler Thermik, bei denen das gesamte Feld außenlanden musste, bis zu Langstreckenflügen war alles dabei. Die Wertungsstrecken reichten bis ins benachbarte Polen und Lettland. Lutz hatte in Litauen einen echten Traumstart auf seinem Ventus 2a erwischt: Platz vier und Platz eins an den ersten zwei Flugtagen brachten ihn im Klassement weit nach vorne.An den folgenden Tagen standen dann die echten Langstrecken an: 501 Kilometer beziehungsweise 632 Kilometer waren zu bewältigen. Hier zeigte sich, dass das von den Franzosen, Polen und Italienern stetig trainierte Teamfliegen Vorteile bringt, wohingegen Alleinflieger wie Lutz schwerer zu kämpfen haben. Der spätere Europameister der Rennklasse kam denn auch fast folgerichtig aus Frankreich: Christophe Ruch legte an diesen Tagen den Grundstein zu seinem Erfolg. Über eine Distanz von 632 Kilometern flog er zusammen mit seinem Teampartner Louis Bouderlique eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 131 km/h.

Am siebten Wettbewerbstag knüpfte Lutz dann wieder an seine Anfangsform an: Tagesplatz drei. An anderen Tagen lief es weniger gut für ihn, doch mit über 3 100 geflogenen Kilometern an neun Wertungstagen und Platz zehn konnte der Wahl-Kirchheimer überaus zufrieden sein. Wie auch seine Arbeitskollegen in Kirchheim – die ersten sieben Plätze in Pociunal wurden allesamt von Schempp-Hirth-Flugzeugen belegt.rr

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