29.08.2013 - 02:02 Uhr

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Piloten von der Hahnweide bei DM erfolgreich

Hahnweide, Impressionen vom Hahnweidwettbewerb
Hahnweide, Impressionen vom Hahnweidwettbewerb

Kirchheim. Gleich drei Piloten von der Kirchheimer Hahnweide konnten sich bei den am Wochenende zu Ende gegangenen deutschen Meisterschaften im Streckensegelflug für die Nationalmannschaft qualifizieren. Thomas Wettemann und Michael Eisele (beide FLG Neckartal Köngen) belegten in der Rennklasse Platz eins und zwei, Mario Kiessling (Fliegergruppe Wolf Hirth) wurde Vizemeister in der Standardklasse. Kiessling ist damit für die WM 2014 im finnischen Räyskälä qualifiziert. Das Rennklasse-Duo tritt bei der WM im polnischen Leszno an. Michael Eisele ist bereits der zweite WM-Teilnehmer in der Familie. Vater Walter belegte 1989 in Wiener Neustadt Platz sechs in der offenen Klasse.

Die Titelkämpfe im saarländischen Marpingen (Rennklasse) und im brandenburgischen Lüsse (Standardklasse) wirbelten den Nationalkader kräftig durcheinander. Von den bisherigen Nationalmannschaftsmitgliedern konnten sich nur Mario Kiessling und Steffen Schwarzer (LSR Aalen) behaupten. Die Liste der Favoriten, die leer ausgingen, ist lang: Vize-Weltmeister Matthias Sturm (LSV Schwarzwald), Exweltmeister Michael Buchthal (FG Freudenstadt), Junioren-Weltmeister Felipe Levin, die Liste ließe sich noch fortsetzen. Unter den Betroffenen ist auch Patrick Puskeiler (FG Wolf Hirth). Er flog zwar ein starkes Finale, konnte aber seinen Patzer am zweiten Wertungstag nicht wettmachen.

„Es war wichtig, individuelle Entscheidungen den taktischen Erwägungen unterzuordnen,“ meinte Tilo Holighaus nach Abschluss der Meisterschaft. „In schwierigen Phasen geduldig im Pulk mitschwimmen, grobe Patzer vermeiden war an einigen Tagen die Strategie.“ Nach neun Wertungstagen hatte das seit Jahren eingespielte Team Wettemann/Eisele mit konstanten Platzierungen unter den ersten zehn die Nase klar vorne. Ohne grobe Patzer flogen sie die Titel sicher nach Hause. Zumindest am letzten Wertungstag konnten die Individualisten dann nochmals punkten: Platz eins für Matthias Sturm und Platz drei für Tilo Holighaus.

Die richtige Taktik wählte auch Routinier Mario Kiessling am Himmel über Brandenburg. Am dritten Wertungstag setzte er sich vom Pulk ab und schockte das Feld mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 119 km/h über die 354 Kilometer lange Wertungsstrecke. Mit fast 20 Minuten Vorsprung, und damit 12 km/h schneller als der Zweitplatzierte, war der Wolf-Hirth-Pilot ins Ziel gezischt. Dennoch musste er die Führung am sechsten von acht Wertungstagen wieder abgeben. Dem späteren deutschen Meister Jan Omsels (LSC Bad Homburg) gelang es an diesem thermisch schwachen Tag, 100 Kilometer weiter zu fliegen als Kiessling. Während der Tag für Kiessling noch glimpflich ausging, erwischte es Patrick Puskeiler ganz schlimm. Eine frühe Außenlandung kostete wertvolle Punkte und einen Spitzenplatz.rr

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