
Nach einem Dreipunktspiel von Marcus Smallwood platzte bei der Ignjatovic-Truppe dann jedoch der Knoten und Cedric Brooks verkürzte mit sieben Punkten in Serie zum 15:18-Zwischenstand nach den ersten zehn Minuten.
Im zweiten Viertel war der aufkommende Rhythmus allerdings wieder wie weggeblasen. Fast vier Minuten dauerte es, bis Benjamin Lischka mit einem erfolgreichen Dreier für die ersten Kirchheimer Punkte verantwortlich war, ehe Würzburg sich mit einem 7:0-Run erstmals richtig absetzen konnte (32:18). Brooks, Smallwood und Menck stoppten den Lauf der Hausherren, und so waren die Knights beim 34:23-Halbzeitstand noch in Schlagdistanz. Defensiv zeigte sich Ignjatovic bis dahin durchaus zufrieden, es war jedoch klar, dass man im Angriff noch eine Schippe draufzulegen hatte, wenn man ernsthaft eine Chance haben wollte, die Würzburger bis zum Ende zu fordern.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs war Kirchheim dann auch voll da. Zunächst das Duo Brooks/Smallwood und wenig später zwei Freiwürfe von Ryan De Michael brachten die Ritter Mitte des dritten Viertels bis auf sieben Punkte heran (41:34), anschließend übernahmen die Hausherren dann allerdings wieder die Kontrolle. Jonathan Levy führte die Baskets, die sich jederzeit auf die Unterstützung einer ausverkauften Halle stützen konnten, bis zum Ende des dritten Viertels zu einem 15-2-Zwischenspurt, sodass die Partie innerhalb weniger Minuten zugunsten der Würzburger entschieden wurde.
Nachdem es beim Stand von 56:36 ins letzte Viertel ging, spielte in den letzten zehn Minuten nur noch eine Mannschaft. Während sich Kirchheim aufgegeben hatte, legten die Baskets noch einmal einen richtigen Schlussspurt hin, um den Schlussabschnitt letztlich mit 20:5 für sich zu entscheiden. So mussten sich die Knights am Ende mit 41:76 noch deutlicher geschlagen geben, als vergangene Woche gegen Chemnitz.
Schon letztes Wochenende vermutete Ignjatovic seine Mannschaft „am Boden“, und daran dürfte die 35-Punkte-Niederlage in Würzburg nicht viel geändert haben. Streckenweise zeigten sich die Knights zwar stark verbessert, letztendlich war es jedoch viel zu wenig, um mit einer Topmannschaft wie Würzburg mithalten zu können, zumal der Kirchheimer Trainer krankheitsbedingt auch noch auf Aktivposten Sebastian Adeberg verzichten musste.
Für die Ritter heißt es nun, sich kommendes Wochenende gegen Essen selbst aus der Formkrise zu ziehen. Keine leichte Aufgabe, muss Ignjatovic seine Spieler doch auch mental erst wieder auf die Höhe bekommen, wobei auch die Zuschauer in diesem Bereich eine große Rolle einnehmen können. Die Knights brauchen nächsten Sonntag jedenfalls Unterstützung von den Rängen, um wieder in die Erfolgsspur zu finden.

