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Alle Finalisten sind Gewinner

Alle zehn Finalisten des Ehrenamtspreises sind Gewinner – denn jeder von ihnen setzt sich auf herausragende Weise dafür ein, dass der Zugang zu Bildung in der Gesellschaft erleichtert wird. Die Sieger dürfen sich über ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 5 000 Euro freuen.

Kirchheim. Unter den zehn Finalisten die Preisträger festzulegen, war der Jury unter dem Vorsitz von Landrat Heinz Eininger nicht leicht gefallen. Schließlich leisten die Ehrenamtlichen aller zehn Initiativen einen enormen Beitrag für bessere Bildung und mehr Chancengleichheit. Der Jury blieb letztlich nur die Qual der Wahl – sie einigte sich schließlich auf die folgende Reihenfolge:

Den ersten Platz belegt Christa Schnitzler aus Owen. Die ehemalige Chemielehrerin, die sich über 1 000 Euro freuen darf, besucht regelmäßig den Kindergarten in der Bahnhofstraße in Owen und führt die Kinder an naturwissenschaftliche Experimente heran. Die Kleinen lernen auf spielerische Weise einfache und ungefährliche Versuche und damit die Naturgesetze kennen.

Der zweite Platz geht an den Schulsozialverein Weilheim. Er erhält 800 Euro. Seit vier Jahren veranstaltet der Verein einen Mal- und Kunstwettbewerb für Weilheimer Schüler. Zu wechselnden Themen arbeiten die jungen Künstler mit unterschiedlichen Techniken und Materialien. Die besten Kunstwerke werden im Rathaus ausgestellt. Der Schulsozialverein möchte mit dem Wettbewerb die Kreativität der Kinder fördern, ihre Fantasie anregen und ihnen einen Ausgleich zum Schulalltag bieten.

Den dritten Platz teilen sich Sonja Adducchio aus Dettingen sowie Grete Arenz und Ursula Schulmeyer aus Lenningen. Sonja Adducchio bietet an der Dettinger Grundschule eine kostenlose Hausaufgabenbetreuung an. Die 55-Jährige will durch ihren Einsatz dabei helfen, den Grundstein für einen Schulabschluss und eine Berufsausbildung der Kinder zu legen. Grete Arenz und Ursula Schulmeyer engagieren sich für die Schüler der Grundschule in Oberlenningen. Sie helfen bei der Förderung einzelner Kinder und betreuen Schüler mit Leistungsschwächen. An beide Projekte gehen jeweils 500 Euro.

Auf den vierten Platz wählte die Jury folgende Projekte, die jeweils 200 Euro erhalten:

Der Förderverein Kindergarten und Grundschule Holzmaden hilft dabei, für die Kinder unterschiedliche Aktionen – zum Beispiel zum Thema gesunde Ernährung oder Sucht- und Gewaltvorbeugung – veranstalten zu können.

Schüler der Lenninger Realschule bringen bei einem PC-Treff Senioren die Arbeit am Computer näher. Getragen wird der Treff vom Lenninger Netz.

Uta Slupek bietet an der Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule in Kirchheim für Schüler des Berufskollegs den Kurs „Coaching“ an. Dabei erhalten die jungen Leute Tipps für effizientes Lernen und ein erfolgreiches Zeitmanagement.

Ehrenamtliche der Familien-Bildungsstätte geben Müttern von Kindergartenkindern und Grundschülern Deutschkurse. Beim Projekt „Klein anfangen“ unterrichten die Kursleiterinnen Mütter mit Migrationshintergrund.

In den „fremdsprachlichen Konversationsgruppen“ des Bürgerbüros geben Ehrenamtliche überwiegend Senioren Englisch-, Spanisch- und Französischkurse. Die Teilnehmer lernen dabei nicht nur die Sprachen, sondern auch die Kultur der Länder kennen.

Da sich zahlreiche Leseförderprojekte für den Ehrenamtspreis beworben haben, hat sich die Jury dazu entschieden, diese Initiativen zusammenzufassen. Zu diesem Projekt gehören die Lesepaten der Stadtbücherei Kirchheim, die Lesepaten an der Raunerschule sowie an der Alleen- und Freihofgrundschule, die Vorlesepatin Eva Dölfel aus Dettingen sowie die Teams der Schulbücherei Owen und der Ortsbücherei in Holzmaden.