Kirchheim. Wer kennt das nicht. Man sitzt samstagabends in einer vollen Kneipe vor dem leeren Glas und versucht seit einer halben Stunde, die Aufmerksamkeit der Kellnerin auf sich zu ziehen. So ging es auch den beiden Machern der Smartphone-App „Orderpat“, die Gästen in der Kirchheimer Wunderbar ab sofort zur Verfügung steht. Die Idee, die dahinter steckt, ist einfach. Anstatt auf die Kellnerin zu warten, bestellt der Gast mit seinem Smartphone.
Gunnar Stahlberg, der die Wunderbar betreibt, ist von der Idee überzeugt. 30 Prozent der Bestellungen gingen bereits über das Smartphone ein, schätzt er. Einzige technische Voraussetzung ist die „Orderpat“-App, die im App Store kostenlos heruntergeladen werden kann.
Und so funktioniert‘s: Der Gast öffnet die Anwendung, gibt an, dass er sich in der Wunderbar befindet und bekommt die aktuelle Speisen- und Getränkekarte mit Preisen angezeigt. Hat der Gast gewählt, verschiebt er seine Bestellung in den Warenkorb und tippt auf „Senden“. Vorher muss er allerdings noch die Nummer eingegeben, die auf jedem Tisch angebracht ist. Somit weiß die Kellnerin, wohin die Bestellung gebracht werden muss. Außerdem soll so vermieden werden, dass irgendwelche Spaßvögel von zu Hause aus rundenweise Tequila bestellen.
Hinter der Bar bekommt das Personal die Bestellung auf einem iPad angezeigt. Möchte der Gast bezahlen, kann er das ebenfalls über sein Smartphone mitteilen. Einziges Manko: Bisher gibt‘s die App nur für das iPhone. „In etwa vier Wochen gibt‘s die App auch für Android-Handys“, verspricht Gunnar Stahlberg. Als besonderen Service bietet die Wunderbar ihren Gästen seit Neuestem W-Lan an. Den Code gibt‘s an der Bar.
„In zwei Jahren ist dieses System in jeder Kneipe Standard“, glaubt Gunnar Stahlberg. Die Vorteile liegen für ihn auf der Hand: „Die Gäste bekommen schneller, was sie wollen, und die Kellnerinnen müssen weniger laufen.“ Vor allem im Sommer, wenn es im Biergarten der Wunderbar richtig voll ist, wird sich die App auszahlen, glaubt er. „Dann spart man sich die fünf Minuten Wartezeit, bis die Kellnerin kommt.“ Seine Kunden seien jedenfalls begeistert.
Für Gunnar Stahlberg ist die Anwendung allerdings nicht dazu da, um Personal zu sparen. „Ich brauche deshalb nicht weniger Kellnerinnen“, sagt er. Die „Orderpat“-App solle den Service nicht unnötig machen, sondern ihn nur beschleunigen.

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