Gelungenes Bläserkonzert des Owener CVJM-Posaunenchors in der Teckhalle
„König der Löwen“ und „Multifon“

Vor fast genau 25 Jahren fand das erste Teckhallen-Konzert des CVJM-Posaunenchors statt. Für die Owener Bläser Grund genug, im Rahmen eines Bläserkonzerts dieses Jubiläum im Sinne der Bach’schen Devise „Soli Deo Gloria – Gott allein die Ehre“ zu feiern.

Owen. Schon mit dem festlichen Eröffnungsstück „Musica Gloriosa“ wurde klar, dass es dem Owener Chorleiter Rainer Däschler wieder einmal gelungen war, die große Bandbreite der Musizierenden unter einen Hut zu bekommen. Nach der Begrüßung durch Bärbel Barner, der Vorsitzenden des CVJM Owen, die den Abend unter das Motto „Lobt Gott mit Posaunen und Trompeten“ stellte, folgte der „Canon“ von Johann Pachelbel. Besonders erwähnenswert ist die gelungene Interpretation des Stücks durch den Posaunenchor, das ursprünglich für ein Streichquartett komponiert worden war. Nach dem gemeinsamen Lied, „Himmel, Erde, Luft und Meer“ betrat Katharina Schmid das Podium. Gewohnt charmant und souverän führte sie durch das abendliche Programm.

Aus der traditionellen Posaunenchor-Literatur stammt der auf Psalm 100 basierende Choral „Jauchzet dem Herrn alle Welt.“ Feierliche, beinahe pastorale Klänge erfüllten die Teck­halle. Danach intonierten die tiefen Register, angeführt von strahlenden Waldhörnern, die beiden Chorsätze „O Täler weit, o Höhen“ und „Abendglocken“. Heiter und fröhlich ging es weiter mit dem Walzer „Über den Wellen“ des mexikanischen Komponisten Juventino Rosas. Das Highlight der ersten Konzerthälfte bildete die „Air poetique“ von Ted Huggens, die von einer kleinen Besetzung und dem Hornsolisten ­Phi­lipp­ Nuffer virtuos vorgetragen wurde.

Das abwechslungsreiche Programm wurde durch eine szenische Darbietung von Linda Kerner und einigen Bläsern des Posaunenchors fortgesetzt. „Jesus, zu dir kann ich so kommen, wie ich bin“ war Titel des Praise Medleys, einer Zusammenstellung dreier Lobpreislieder. Mit dem von allen Posaunenchormitgliedern gesungenen Segenslied „Schalom“ demonstrierte der Chor seine musikalische Begabung und Vielseitigkeit im Chorgesang. Vor der Pause folgte abschließend der Huggens-Klassiker „Choral und Rock out“, der die musikalische Brücke zur zweiten Konzerthälfte schlug.

War der erste Teil des Konzerts vorwiegend von sakraler Musik geprägt, so dominierten im zweiten Teil moderne Rhythmen und Klänge. Den Auftakt bildete die imposante Filmmusik zum gleichnamigen Film „The Rock“, die von Hans Zimmer in nur vierwöchiger Arbeit arrangiert worden war. Auch die dreizehn Mitglieder der Jungbläsergruppe „Voralbdudler“ zeigten unter der Leitung der Nachwuchsdirigenten Friedemann Graf und Florian Braun ihr Können mit zwei Stücken und ernteten verdienten Beifall.

Musikalischer Höhepunkt des Abends war ein Medley aus dem Musical „Der König der Löwen“. Besonders Markus Huber und Ralf Pfisterer an Schlagzeug und Percussion hatten großen Anteil am überzeugenden Vortrag der 70 Bläser.

Zum Erstaunen des Publikums verdunkelte sich danach der Saal, und ein eigenartiges Gefährt mit vier Bläsern in Nachthemden wurde in den Saal geschoben. Annette Enste, Daniel Widmann, Gebhard Warth und Alexander Barner spielten auf einem sogenannten „Multifon“, einer einzigartigen Kreuzung aus Tenorhorn, Flügelhorn, Trompete und Tuba, volkstümliche Melodien, da­runter eine Polka, bei der das Pub­likum beherzt mitklatschte. Das Multifon befand sich auf einem eigens für diesen Anlass konstruierten Podest, das durch die Muskelkraft eines Mitbläsers zum Drehen gebracht wurde. Die Darbietung war einmal mehr Ausdruck der kreativen Vielfalt im Owener Posaunenchor.

Nach dem gemeinsamen Choral „Danket dem Herren“ kamen bei manchen Zuhörern alte Erinnerungen auf: Das Medley „ABBA Gold“, bestehend aus vier Evergreens von ABBA, verleitete nicht wenige Zuhörer spontan zum Mitsingen.

Zum Abschluss des vielseitigen und kurzweiligen Programms ließ das der traditionellen jüdischen Volksmusik ähnelnde Stück „Come Along“ von Michael Schütz Klezmer-Feeling aufkommen, wobei der Owener Po­saunenchor erneut seine technische und musikalische Vielseitigkeit unter Beweis stellen konnte. Mit der Zugabe „Vater, ich danke dir“ wurde der musikalische Schlusspunkt des Konzertabends gesetzt.

Mit der Hälfte des Konzerterlöses unterstützt der Chor die Arbeit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei).fb