10.06.2013 - 02:02 Uhr

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Biosphären-Signal: lokale Produkte auf lokalen Märkten

Regen Zuspruch hat der Weilheimer Käsemarkt am Samstag gefunden. Das Zusammenspiel von junger und alter Markttradition, auf das Bürgermeister Johannes Züfle zur Eröffnung eingegangen war, hat sich dabei bestens bewährt.

Andreas Volz
Käsemarkt
Käsemarkt

Weilheim. Mit der „jungen Tradition“ meinte Johannes Züfle den Käsemarkt, der im Rahmen der Biosphärenwoche nun zum dritten Mahl Besucher aus der Region nach Weilheim lockte. Mit der „alten Tradition“ meinte er das Marktrecht, das Weilheim vor 644 Jahren, also im Jahr 1369, erhalten hatte. Diesen Hinweis nutzte er auch gleich, um Werbung für den Wochenmarkt zu machen, der jeden Samstag auf dem Ber­toldsplatz abgehalten wird.

Käsemarkt, Käse mußte geschätzt werden, wog 14,6 kg
Käsemarkt, Käse mußte geschätzt werden, wog 14,6 kg

Sowohl beim Wochenmarkt als auch beim Käsemarkt gehe es darum, lokale Produkte auf lokalen Märkten zu verkaufen, sagte Weilheims Bürgermeister und fügte hinzu: „Das ist auch richtig so.“ Dabei handle es sich um einen Beitrag zur lokalen Wertschöpfung sowie zum Umweltschutz, weil man sich lange Transportwege erspare. So modern dieses Gedankengut beim Käsemarkt auch sein mag, so sei es doch ein Prinzip, das in Weilheim schon so lange gilt wie das Marktrecht selbst.

Ins gleiche Horn stieß Landrat Heinz Eininger zur Eröffnung, indem er von einem „Signal“ sprach: „Gute Produkte, die lokal erzeugt werden, treffen hier auf ein breites Publikum.“ Es sei wichtig, die Landwirtschaft zu fördern, sodass sie ihre Produkte einerseits selbst vermarkten kann und andererseits Abnehmer bei Bäckern und Metzgern in der Region findet. Nur so funktioniere das Motto, das für das gesamte Biosphärengebiet von Bedeutung ist: „Schützen durch Nützen“.

Ebenfalls ins Horn stieß – oder besser blies – Familie Rauscher aus Hohenstein-Ödenwaldstetten. In die­sem Fall ging aber das Bekenntnis zur Regionalität doch nicht ganz so weit, dass die traditionellen Alphörner nun schon in „Albhörner“ umbenannt worden wären.

Doch auch der Begriff „Käsemarkt“ ist nur der Oberbegriff: Obwohl der Käse in den vielfältigsten Variationen und mitsamt einer „gewichtigen“ Schätzfrage im Mittelpunkt des Geschehens stand, waren doch auch viele andere Erzeugnisse aus heimischer Produktion im Angebot: Honig, Fleisch, Bauernhof-Eis, Apfelsaft, Destillate, Marmelade, Wein und Brot.

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