Lokales

Einer der Einbrecher ist geständig

42-Jähriger sitzt Reststrafe ab und muss mit weiteren sechs Jahren rechnen

Einer der beiden Weilheimer Wohnungseinbrecher, die sich derzeit vor dem Stuttgarter Landgericht verantworten müssen, hat am zweiten Verhandlungstag ein Geständnis abgelegt. Unter anderem wird den beiden auch vorgeworfen, in zwei Objekten in Weilheim eingebrochen und dabei hohen Schaden angerichtet zu haben.

Weilheim/ Stuttgart. In einem Fall hatten die beiden aus Serbien stammende Einbrecher eines der von ihnen heimgesuchten Einfamilienhäuser nach der Tat vollkommen unter Wasser gesetzt, indem sie alle Wasserhähne aufdrehten, ehe sie flüchteten. Doch hier handelte es sich nicht – wie irrtümlich berichtet – um ein Gebäude in Weilheim, sondern in Bad Cannstatt. Das Wasser, so das Geständnis, sollte genetische Spuren des Täters verwischen. Dabei hatte aber der 42-jährige Hauptangeklagte vergessen, dass er sich in dem Gebäude verletzte und Blutspuren von ihm zuhauf sichergestellt werden konnten.

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Verräterische Blutspuren im ganzen Haus

Nach den beiden letzten Wohnungseinbrüchen in Weilheim im November letzten Jahres, bei denen sie auch wertvolles Silberbesteck erbeuteten, war ihnen die Polizei bereits auf den Fersen. Am 30. November klickten die Handschellen.

Der 42-Jährige sagte gestern zu den Richtern der 17. Strafkammer, er schäme sich für die Taten, die er begangen habe. Der Mann aus Serbien hat bereits mehrere Jahre hinter deutschen Gittern gesessen. Wegen Handels mit Rauschgift hatte ihn 1999 eine Stuttgarter Strafkammer zu acht Jahren Haft verurteilt, von denen er fünf Jahre verbüßte. Die restlichen drei Jahre wurden auf Bewährung ausgesetzt.

Nach der Abschiebung kam er illegal wieder nach Deutschland, zum Zweck von Einbruchsdiebstählen, wie er jetzt zugibt. Aus diesem Grund hat er auch die Bewährung verwirkt und sitzt derzeit gerade die drei Jahre ab. Dazu kommen nach den Vorstellungen des Staatsanwalts noch um die sechs Jahre, die man bereits mit den Richtern ausgehandelt hat. Sein neben ihm sitzender Komplize ist nicht geständig, hofft aber, mit einer Bewährungsstrafe davonzukommen, da er nur bei vier Einbrüchen dabei gewesen sein will.

Am 24. Juni sollen die Urteile gesprochen werden.