Lokales

Kreuzung soll übersichtlicher werden

Pläne zur Streichung der Linksabbiegespur führen zu Diskussion im Technischen Ausschuss

Die Kreuzung der Austraße mit der Kirchheimer Paradiesstraße ist ein Unfallschwerpunkt. Die Verwaltung setzt auf Fahrbahnverengung und will die Linksabbiegespur in die Austraße streichen, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen. Einige Stadträte halten dagegen: In der Paradiesstraße als wichtiger Achse muss der Verkehr flüssig laufen.

Blick in die Paradiesstraße von der Stadtmitte aus kommend an der Kreuzung mit der Austraße. Unübersichtlich ist die Situation v
Blick in die Paradiesstraße von der Stadtmitte aus kommend an der Kreuzung mit der Austraße. Unübersichtlich ist die Situation vor allem für denjenigen, der von links aus der Austraße in die Paradiesstraße einbiegen will, mit Fahrtrichtung stadtauswärts.Foto: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. Der provisorische Umbau der Kreuzung ist Teil eines ganzen Pakets kleiner Straßenbaumaßnahmen, das dem Technischen Ausschuss jetzt zur Absegnung vorlag. Diskussionslos zugestimmt wurde den anderen sechs Punkten, darun­ter beispielsweise Sanierung der Krebenstraße, Ausbesserung der Wege auf dem Ötlinger Friedhof oder Belagsarbeiten im Tulpenweg.

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Der Kreuzungsumbau ist finanziell mit einem Aufwand von 18 000 Euro einer der kleinsten Posten im 469 000 Euro umfassenden Gesamtprogramm. Doch er hat es in sich. In großer Einmütigkeit zeigten sich Freie Wähler und CDU kritisch gegenüber einer Verlangsamung des Verkehrs in der Paradiesstraße: Bei einem Verkehrsaufkommen von über 10 000 Autos pro Tag müsse der Verkehr flüssig laufen, argumentierte Ulrich Kübler (Freie Wähler) und sprach sich dafür aus, die Linksabbiegespur zu belassen, da es ohne sie zu Rückstaus komme. Dem schloss sich CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Thilo Rose an: „Die Paradiesstraße nimmt einen Teil des Durchgangverkehrs auf, der früher durch die untere Max-Eyth-Straße floss.“

Klare Zustimmung signalisierten dagegen Eva Frohnmeyer-Carey von der Frauenliste und SPD-Fraktionschef Walter Aeugle. Sie bezeichneten den Ist-Zustand als gefährlich und wollten daher den Versuch eines provisorischen Umbaus wagen.

Stadtplaner Gernot Pohl stimmte der Einstufung der Paradiesstraße als Hauptverkehrsstraße zu. Allerdings verwies er auf den Lärmaktionsplan, der Pflicht für die Stadt ist. Darin ist vorgesehen, das Tempo in der gesamten Paradiesstraße auf 30 zu reduzieren, solange die Straße nicht über lärmschluckenden Asphalt verfügt. Eine Linksabbiegespur aus der Paradiesstraße hinaus führe aber gerade dazu, dass auf der rechten Spur schneller gefahren werde.

Die Entscheidung über die Kreuzung soll nun durch konkrete Zahlen erleichtert werden: Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker kündigte an, zusätzliche Informationen über Verkehrsmengen und Unfallstatistiken vorzulegen.