Lokales

Planung für übermorgen

Stadt Weilheim lässt allgemeinen Breitbandplan erstellen

Knapp 24 000 Euro gibt die Stadt Weilheim aus, um einen Allgemeinen Breitbandplan erstellen zu lassen. Damit soll nach und nach eine sinnvolle Leerrohr-Infrastruktur aufgebaut werden.

Weilheim. Werden in Weilheim Straßen saniert, soll das künftig dazu genutzt werden, Leerrohre einzulegen, die für Glasfaserkabel geeignet sind. „Die schnelle Anbindung ans Internet ist heute auch ein Standortfaktor für die Kommunen“, sagte Bürgermeister Johannes Züfle dazu. Bis auf ein paar „schwarze“ beziehungsweise „graue Flecken“ stehe die Limburgstadt diesbezüglich bereits gut da. Mit einer konkreten Verbesserung beispielsweise für das Gebiet Egelsberg III oder Teile Hepsisaus habe die Erarbeitung des Breitbandplans aber erst einmal nichts zu tun.

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„Wir müssen für künftige Datenströme gewappnet sein“, so lautete das Credo des Verwaltungschefs. „Die Breitbandkonzeption ist eigentlich eine Planung für übermorgen“, unterstrich Züfle. Sobald mehrere zusammenhängende Straßenzüge mit den Leerrohren ausgestattet seien, habe die Stadt die Möglichkeit, auf Betreiber zuzugehen, die Glasfaserkabel einziehen könnten.

Um bereits bei den in diesem Jahr anstehenden Straßensanierungen die ersten Leerrohre einlegen zu können, hat die Verwaltung die Firma Geo Data in Westhausen damit beauftragt, einen detaillierten Breitbandplan zu erstellen. Abhängig von der tatsächlichen Anzahl der zu planenden Hausanschlüsse liegen die Kosten für das Fachbüro bei maximal 23 600 Euro. Sollten sich noch andere Kommunen im Verwaltungsraum beteiligen, könnte sich der Betrag für Weilheim um 17 bis 30 Prozent reduzieren. „Mit Bissingen und Neidlingen sind wir diesbezüglich im Gespräch“, so Züfle.

„Aus heutiger Sicht müssen wir davon ausgehen, dass in den nächsten 20 bis 30 Jahren auf Glasfaserkabel gesetzt wird“, sagte Stadtbaumeister Jens Hofmann auf den Einwand von Stadtrat Joachim Naasz, der befürchtete, dass sich die Technik in den nächsten Jahren anders entwickeln könnte. Bisher bereits eingelegte Standard-Leerrohre seien für ein Glasfasernetz nicht geeignet, hob Hofmann hervor.

Zustimmend nahm der Gemeinderat vom Vorschlag der Verwaltung Kenntnis. Die Finanzierung ist durch einen Haushaltsrest „Breitbandversorgung allgemein“ gesichert.