Lokales

Schlüssel zu Türen und Herzen

Verein Soziales Netz Raum Weilheim übernimmt Betreuungsservice im Haus Albblick

Schlüsselübergabe, Soziales Netz Raum Weilheim übernimmt Betreuungsservice im Haus Albblick
Schlüsselübergabe, Soziales Netz Raum Weilheim übernimmt Betreuungsservice im Haus Albblick

Senioren, die im Weilheimer Haus Albblick wohnen, können seit gestern bei Bedarf Betreuungsangebote des Sozialen Netzes Raum Weilheim wahrnehmen. In einer lockeren Kaffeerunde stellten die Verantwortlichen das Konzept vor.

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Anke Kirsammer

Weilheim. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit mit dem Sozialen Netz eine gute Sache wird“, sagte Rainer Gehring, Geschäftsbereichsleiter Immobilienverwaltung des Siedlungswerks, das das Gebäude vor 18 Jahren erstellt hat. Er übergab den Vertretern des Sozialen Netzes Raum Weilheim einen überdimensionalen Schlüssel – „damit Sie nicht nur Zugang zu den Türen, sondern auch zu den Herzen im Haus haben“.

Der Erste Vorsitzende des Sozialen Netzes, Peter Dolezal, betonte, der Verein würde persönliche Dienstleistungen ganz großschreiben. An die Bewohner gewandt sagte er: „Sie sollten uns eine Chance geben. Nehmen Sie das Angebot an und wagen Sie etwas Neues. Wir wollen, dass es Ihnen besser geht und dass Sie zufrieden sind.“

Als Dreh- und Angelpunkt fungiert auch für das neue Projekt des rührigen Vereins die Leiterin der Koordinationsstelle, Rosemarie Bühler. Auf den Tag genau vor sechs Jahren hatte sie die Stelle angetreten, um in der Limburgstadt Betreutes Wohnen zu Hause zu ermöglichen. „Es ist eine Stelle, die Hilfe und Besuchsdienste organisiert und berät, wie Dienstleistungen bezahlt werden können“, so Rosemarie Bühler. „Das Konzept hat sich bewährt, und es lässt sich übertragen auf dieses Haus.“

In der Weilheimer Seniorenwohnanlage Haus Albblick leben rund 30 Menschen als Mieter relativ eigenständig, darunter auch einige Hochbetagte. Dienstags und donnerstags jeweils am Vormittag ist künftig Sigrid Slemmer, Mitarbeiterin des Sozialen Netzes, als Ansprechpartnerin vor Ort. Unter die Arme gegriffen wird den Bewohnern unter anderem bei Schriftverkehr sowie bei Dienstleistungen im Bereich der ambulanten Pflege und hauswirtschaftlichen Versorgung. Als Wahlleistungen können sie beispielsweise einen Fahr-, Begleit- oder Besuchsdienst in Anspruch nehmen, Unterstützung beim Einkaufen bekommen und kleine handwerkliche Hilfen anfordern. Zusätzlich soll es einmal im Monat eine „fröhliche Runde“ und wöchentlich Angebote wie Sturzprophylaxe oder Sitzgymnastik geben.

Sigrid Slemmer, die nach den Worten Rosemarie Bühlers in dem Haus aus- und eingehen wird, kündigte an, zum Auftakt ausgiebig die Hobbys und Neigungen der Bewohner abzuklopfen. „Ob wir singen, spielen oder tanzen – ich habe so viele Ideen, was wir machen können. Ich hoffe, dass wir zueinander kommen und hier zu einem Dorf werden.“