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Sprimag baut neue MontagehalleINFO

Lackieranlagen-Hersteller investiert am Standort Kirchheim rund neun Millionen Euro

Der Kirchheimer Lackieranlagen-Spezialist Sprimag erweitert seine Produktions­kapazitäten. Auf dem Gelände des insolventen Modellbauunternehmens Graupner baut die Firma eine neue Montagehalle und zieht mit Konstruktion, Entwicklung und Vertrieb in das ehemalige Graupner-­Verwaltungsgebäude.

Auf dem Graupner-Areal baut Sprimag eine neue Montagehalle für Lackieranlagen.Foto: Jean-Luc Jacques
Auf dem Graupner-Areal baut Sprimag eine neue Montagehalle für Lackieranlagen.Foto: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. Angesichts voller Auftragsbücher stößt das Traditionsunternehmen Sprimag am Stammsitz in der Kirchheimer Henrietten­straße bereits seit einiger Zeit an seine Kapazitätsgrenzen. Im Juni vergangenen Jahres hat die Firma deshalb das Nachbargelände des insolventen Modellbauunternehmens Graupner erworben. Vor einigen Tagen konnte nun der Grundstein für eine neue Montagehalle des Spritzmaschinenbauunternehmens gelegt werden.

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Auf dem insgesamt rund 1,8 Hektar großen Areal wird neben einer neuen Montagehalle das vorhandene Graupner-Verwaltungsgebäude komplett saniert und zukünftig für die Konstruktion, die Entwicklung und den Vertrieb von Sprimag genutzt.

Für den Bau der neuen Montagehalle musste zunächst eine bestehende Halle der Firma Graupner abgerissen werden. Die über 2 000 Quadratmeter große neue Halle schließt direkt an die bestehende Sprimag-Montagehalle an und wird für die Endmontage der Lackieranlagen genutzt. „Die Erweiterung der Montagehalle ist ein wichtiger Schritt, um auch in Zukunft das erhöhte Montagevolumen für unsere automatischen Lackieranlagen bewältigen zu können,“ betont Bernhard Däschler, Montageleiter bei Sprimag. Insgesamt investiert Sprimag in Kirchheim rund neun Millionen Euro in die Erweiterung.

In naher Zukunft wird nicht das komplette Graupner-Areal von Sprimag genutzt werden. Das bestehende Hochregallager mit Logistikfläche und den dazugehörigen Büros wurde bereits langfristig an die Nachfolgefirma von Graupner, die Graupner SJ, vermietet.

„Wir freuen uns, die neuen Möglichkeiten nutzen zu können, um nicht nur der Sprimag als Unternehmen Zukunftsperspektiven zu verschaffen, sondern auch unseren Mitarbeitern einen modernen und attraktiven Arbeitsort zu bieten“, sagt Philippe Nollet, Kaufmännischer Geschäftsführer von Sprimag, und kündet weitere Personaleinstellungen an: Insbesondere im Vertrieb, so Nollet, würden auch in naher Zukunft weitere Mitarbeiter gesucht.ho/pm

Sprimag baut bereits seit über 85 Jahren automatische Lackieranlagen für die Innenbeschichtung von Tuben und Dosen sowie für die Oberflächenbeschichtung verschiedenster Serienteile. Weltweit beschäftigt die Sprimag-Gruppe 550 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 65 Millionen Euro. In Kirchheim hat Sprimag derzeit 190 Mitarbeiter.