Lokalsport

9:1 – Titelkandidat!

Tischtennis-Verbandsliga: VfL-Sechs siegt sensationell hoch

Unverhofft kommt oft: Nicht nur, dass der VfL Kirchheim an der Tabellenspitze in der württembergischen Verbandsliga steht. Zu den aktuellen Meriten zählt jetzt auch noch der in der Höhe sensationelle 9:1-Sieg über die SpVgg. Mössingen im Spitzenspiel – die teckstädtischen Schlägerschwinger haben sich zu einem echten Titelanwärter gemausert.

VfL Kirchheim - SpVgg Mössingen Simon Gessner beim Jubeln
VfL Kirchheim - SpVgg Mössingen Simon Gessner beim Jubeln

Kirchheim. 30 Minuten nach der Überraschung schüttelte Abteilungsleiter Axel Schorradt noch immer ungläubig mit dem Kopf. „Wir haben uns auf eine enge Partie eingestellt. Dass es so klar wird, damit konnte man nicht rechnen. Das war sensationell. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft“, sagte er.

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Mössingen trat mit zwei ungarischen Spielern im vorderen Paarkreuz an, die in der Liga jeweils erst zwei Spiele verloren haben. Umso beachtlicher waren die Auftritte der beiden VfL-Youngsters Simon Geßner und Michael Klyeisen. Im ersten Einzel des Abends besiegte Geßner mit seinem Angriffsspiel Lesko mit 3:1. Jeweils am Ende der Sätze behielt Geßner die Nerven, denn er gewann jeden Satz in der Verlängerung. Ein wahrer Tischtenniskrimi entwickelte sich am Nebentisch. Michael Klyeisen zeigte seine bis dato beste Saisonleistung gegen den Favoriten Zlamal. Gegen den Linkshänder aus Mössingen lieferte er sich packende Topspinduelle aus der Halbdistanz. Nach zwei vergebenen Matchbällen gewann er am Ende mit 12:10 im Entscheidungssatz.

Das mittlere Paarkreuz mit Übelhör und Sabo konnte ebenfalls überzeugen – beide gewannen ihre Spiele überlegen. Neuzugang Benjamin Sabo hatte keine Probleme gegen die unangenehmen Aufschläge von Leuze und baute seine überragende Siegbilanz auf 9:1 aus.

Im hinteren Paarkreuz spielte sich Michael Hohl aus seiner Minikrise heraus und gewann mit konzentrierter Leistung gegen Ersatzspieler Saric mit 3:1. Auch Patrick Strauch beherrschte seinen Gegner nach anfänglichen Schwierigkeiten. Er bleibt damit in der Liga weiter ungeschlagen.

Den Schlusspunkt in diesem denkwürdigen Spiel setzte die Nummer eins Simon Geßner. Mit kompromisslosem Angriffsspiel und sehenswerten Ballwechseln gewann der VfL-Mann überraschend klar mit 3:0 gegen Saric und krönte einen grandiosen Verbandsliga-Auftritt. Nach diesem letzten Punkt gab es kein Halten mehr, und die Zuschauer feierten mit der Mannschaft einen Heimsieg, der neue Hoffnungen weckt. Nächstes Wochenende gilt es, in den Auswärtsspielen beim Schlusslicht TSV Neuenstein (Samstag, 17.30 Uhr) und Tabellenvierten TTC Bietigheim-Bissingen II (Sonntag, 11 Uhr) den eigenen Spitzenplatz zu verteidigen.mk