Lokalsport

Abschiedstour startet morgen

Frickenhausener in Grenzau Außenseiter

Die Abschiedstour beginnt im Westerwald: Nach dem angekündigten Bundesliga-Rückzug in die zweite Liga gastiert der TTC matec Frickenhausen am Mittwochabend beim Tabellenzweiten TTC Grenzau – ein Spiel, in dem die Täles-Profis nichts zu verlieren haben.

TT-Bundesliga: TTC Frickenhausen - TTC BergneustadtLiang Qiu
TT-Bundesliga: TTC Frickenhausen - TTC BergneustadtLiang Qiu

Frickenhausen. Vor rund einer Woche schlug die Nachricht vom Rückzug des TTC matec Frickenhausen aus der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) im Neuffener Tal ein wie eine Bombe. Doch das Erstliga-Alltagsgeschäft geht weiter – in den sieben Restspielen bis zum 29. März wollen sich die Schützlinge von Trainer Jian Xin Qiu anständig verabschieden. Im Gastspiel beim TTC Grenzau planen Masataka Morizono, Mikhail Paikov und Liang Qiu, den Tabellenzweiten zumindest zu ärgern – mehr ärgern, als das im Hinspiel (0:3) der Fall war.

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Angeführt wird das Gastgeber-Team vom kroatischen Nationalspieler Andrej Gacina. Die derzeitige Nummer 24 der Weltrangliste überzeugte in der Vorrunde durch eine 11:5-Bilanz. Masataka Morizono hat gegen ihn noch eine Rechnung offen, musste er sich doch vor eigenem Pub­likum 1:3 geschlagen geben. Grenzaus Nummer zwei, Masaki Yoshida, trug schon das Trikot des TTC Frickenhausen – und erspielte die beste Bilanz am vorderen Paarkreuz der zweiten Bundesliga. Jetzt kommt‘s zum Wiedersehen mit dem 20-Jährigen, der sich in der Hinrunde lediglich den Nationalspielern Timo Boll und Bastian Steger geschlagen geben musste. Komplettiert wird das Grenzauer Team durch den dänischen Nationalspieler Jonathan Groth, der vor dieser Saison auch in Frickenhausen im Gespräch war. Er erfüllte mit seiner 5:5-Vorrundenbilanz die Erwartungen voll. Im Hinspiel besiegte er TTC-Eigengewächs Liang Qiu mit 3:2.

Die aktuelle Tabelle sagt klar aus, wie groß die Frickenhausener Siegchancen diesmal sein werden. Während der TTCF mit 2:20 Punkten Schlusslicht ist, stehen die Gastgeber mit 16:6 Punkten weit vorne – es ist ein klassisches David-Goliath-Duell. Trotz der jüngsten Hiobsbotschaft lassen die jungen Gästespieler die Köpfe nicht hängen. Der Siegdruck ist gewichen, Morizono, Paikov und Liang Qiu können ab sofort völlig befreit aufspielen. Vielleicht gelingt ja noch der eine oder andere Überraschungserfolg.ds

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