Lokalsport

Entspannte Gesichter bei der Lenninger Wöller-Sieben

SG hielt Bezirksliga-Spitzenreiter SV Vaihingen beim 30:32 lange in Schach - Vorentscheidung in doppelter Unterzahl

Selten sah man nach einer SG-Niederlage so entspannte Gesichter. Zwar musste sich Lenningen dem Titelanwärter SV Vaihingen 30:32 beugen, aber die Wöller-Sieben zeigte sich gegenüber dem Spiel vor einer Woche in Neckartenzlingen stark verbessert.

Lenningen. Der SG-Trainer hatte nach der Partie auf hohem Bezirksliga-Niveau Grund zur Freude: „Wir haben Tempo gemacht und mit einer tollen Abwehrleistung dagegen gehalten. Wenn wir unsere hundertprozentigen Torchancen genutzt hätten, wäre sogar ein Sieg möglich gewesen“. Und dem Berichterstatter gab er mit auf den Weg: „Da darfst Du auch einmal richtig loben“.

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Ein Haar in der Suppe war höchstens in den Anfangsminuten zu finden, als die SG binnen weniger Minuten 0:4 überrollt wurde. Die linke Abwehrseite hatte Probleme mit den schnellen Kreuzbewegungen und Wechseln der Gäste. Nach dem 5:10 in der 13. Minute bat Klaus Wöller zur Auszeit. Vaihingen mit Sebastian Zeise, Sascha Mezger, Franz Abel und Moritz Hertfelder hatte ein deutliches Angriffsplus.

Den SG-Spielaufbau organisierte Marc Pisch, da Oliver Ringelspacher ausfiel. Der Ex-Kirchheimer bot eine starkes Leistung. Was an Spielideen fehlte, machte die SG mit großem Einsatz wett. Heiko Lamparter zwischen den Pfosten wurde immer besser. Und jetzt überwanden die Gastgeber auch ihre Abschlussschwäche. Die erste Führung zum 14:13 markierte Ricki Austen (25.). Für mächtig Betrieb sorgte Christoph Wald auf der halblinken Position.

Aber der SV war einen Tick cleverer. Beim Überzahlspiel wurde die SG-Abwehr geknackt und Marcel Sax warf kurz vor dem Pausengang das 16:18.

Im Gegensatz zum Spielbeginn waren die Gastgeber nach Wiederanpfiff hellwach. Powerman Timo Haid traf zum 19:19. Zwischen der 36. und 38. Minute vergaben Wald, Dieterich und Haid drei Riesenmöglichkeiten. „Da hätten wir vorlegen können“, so Klaus Wöller. Das holte Markus Schur beim 22:21 in der 42. MInute nach.

Vaihingens Angriffsdruck wurde nun immer stärker. Trotz starker Paraden von Heiko Lamparter geriet die SG in Rückstand. Zeise, der Mann mit Dynamit in der Wurfhand, warf drei Tore in Folge. Doppeltes Pech für die SG, als Lamparter und Wald fast gleichzeitig Strafzeiten bekamen. Vaihingen nützte die Situation aus und zog auf 24:29 davon. Die Vorentscheidung in der 53. Minute. Lenningen steckte nicht auf, konnte im Schlussspurt noch verkürzen, aber zum Punktgewinn reichte es nicht mehr. SV-Trainer Oliver Urban zeigte sich erleichtert: „Wir haben in kritischen Situationen die entscheidenden Tore gemacht“.döl

SG Lenningen: H. Lamparter – Wald (10/3), Austen (7), Haid (6), Renz (3), J. Lamparter (1), Pisch (1), Schmid (1), Schur (1), Bächle, Dieterich, K. Ringelspacher.

SV Vaihingen: Glaser, Hammerle – Zeise (9/2), Mezger (5/1), Abel (5/1), Hertfelder (4), Mäurle (3), Sax (2), Bieber (1), K. Fischer (1), Lalandri (1), Schöllhorn (1), T. Fischer, Harsch.