Lokalsport

Fünf Mann sind in der Fünf-Täler-Stadt viel zu wenig

Stark ersatzgeschwächt verliert Kunstturn-Verbandsligist VfL Kirchheim beim TSV Geislingen hoch mit 16:53

Mit dem Minimalaufgebot von fünf Turnern fuhr das Kirchheimer Verbandsligateam zum TSV Geislingen. Konsequenz der Personalnot: eine 16:53-Niederlage.

Turnen Waldemar Giullard
Turnen Waldemar Giullard

Geislingen. Krankheit und Abiturvorbereitung verhinderten, dass die VfL-Riege in Geislingen komplett antreten konnte. Obwohl vor den rund 100 Zuschauern in der Geislinger Halle die Siegchancen gleich null waren, wollten die Kirchheimer einen guten Eindruck hinterlassen. Zumindest am Boden konnten sie ein Wörtchen mitreden. Manuel Halbisch brillierte mit hohem Schwierigkeitsgrad und gewann vier Score-Punkte, Thomas Knemeyer steuerte einen weiteren bei. Die anderen Duelle gingen mit insgesamt neun Score-Punkten allerdings an den TSV Geislingen.

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Am Pferd gab es für die Kirch­heimer nichts zu holen – zähneknirschend mussten neun Punkte an den Gegner abgegeben werden. Al­lein Waldemar Guillards Zweikampf ging dank der sauberen Ausführung seiner Flanken und Spreizschwünge unentschieden aus.

Näher dran war das junge VfL-Team dann wieder an den Ringen. Henning Weisse, mit 13 Jahren das Nesthäkchen der Mannschaft, sorgte mit ihm nicht anzusehender Kraft für manches Raunen auf den Zuschauerrängen. Dagegen setze Waldemar Guillard auf sichtbaren Muskeleinsatz – und punktete. Mit 4:2 Score-Punkten ging das Gerät dennoch an die Geislinger. Jetzt stand es 22:7.

Chancenlos waren die VfL-Turner am Sprung: Mehrere Spezialisten waren ausgefallen und so konnten nicht in allen Duellen konkurrenzfähige Sprünge gezeigt werden. Manuel Halbisch und Thomas Knemeyer verkauften sich gut mit ihren technisch hochwertigen Tsukahara-Sprüngen, konnten damit weitere sieben Score-Punkte für den Gegner jedoch nicht verhindern.

Durchaus spannend ging der Verbandsliga-Wettkampf am Barren weiter, hier war ein VfL-Gerätesieg greifbar. Thomas Knemeyer legte vor mit dem höchsten Schwierigkeitswert an diesem Gerät und verdiente sich drei Score-Punkte. Einen weiteren steuerte Manuel Halbisch bei, doch in den beiden verbleibenden beiden Duellen erreichten die Geislinger Turner insgesamt fünf Score-Punkte.

Am Königsgerät Reck lief bei den Kirchheimern einiges schief, was nicht verwunderlich war, traten hier doch Turner an, die ansonsten an diesem Gerät Pause haben und sich kurzfristig Übungen zusammenstellen mussten. Punktegarant war in seiner Paradedisziplin einmal mehr Markus Benz, dessen anspruchsvolle Übung heraus stach und dem VfL fünf Score-Punkte einbrachte.

Die 16:53-Niederlage warf das VfL-Team ins Mittelfeld zurück. Zur nächsten Begegnung geht es in eineinhalb Wochen zum Tabellenschlusslicht TSG Backnang.jh