Lokalsport

Gut ist nicht gut genug

Turnen: VfL verliert trotz ansprechender Leistung das Drittliga-Topduell bei der TG Allgäu

Die VfL-Turner haben den Sprung an die Tabellenspitze der 3. Bundesliga verpasst. Die 17:49-Niederlage gegen den Titelfavoriten TG Allgäu können die Teckstädter aber gut wegstecken, denn der zweite Tabellenrang und damit die Teilnahme am Aufstiegsfinale kann nach wie vor aus eigener Kraft erreicht werden.

Mühte sich wie seine Teamkollegen vergeblich an den Ringen: VfL-Nachwuchsturner Fabian Geyer. Foto: Heiko Paul
Mühte sich wie seine Teamkollegen vergeblich an den Ringen: VfL-Nachwuchsturner Fabian Geyer. Foto: Heiko Paul

Wiggensbach. Die Realisten hatten es vorhergesagt, die Optimisten unter den VfL-Turnern waren hingegen nach Wiggensbach bei Kempten gereist, um der dort beheimateten TG Allgäu auf ihrem Weg zum Aufstiegsfinale ein Bein zu stellen und sich selbst noch besser zu positionieren. Doch der Tabellenführer hatte seine bestmögliche Mannschaft aufgeboten, auch die Schweizer Neuverpflichtung Nicola Graber ging an die Geräte. Schließlich wollte man sich gegen den Tabellenzweiten aus Kirchheim keine Blöße geben, denn die TG Allgäu hatte in den vergangenen Jahren den Aufstieg in die zweite Bundesliga zwei Mal knapp verpasst.

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Gut 400 Zuschauern feuerten in der Wiggensbacher Panoramahalle das Heimteam an. Doch davon ließen sich die Kirchheimer zunächst nicht beeindrucken: Simon Paul startete am Boden furios, sodass die TG Allgäu gleich ihren Schweizer Starturner gegen ihn setzte – doch den Kirchheimer zu übertreffen, gelang ihm nicht. Im nächsten Duell holte Marcus Bay zwei Score-Punkte, drei gab es für den VfL-Nachwuchsturner aus Berkheim, Fabian Geyer. Weil Yasin El Azazzy auf Kirchheimer Seite ebenfalls ein exzellenter Bodenturner ist und alle seine akrobatischen Teile in den sicheren Stand turnte, ging auch das letzte Bodenduell unentschieden aus: Der VfL lag 5:0 in Führung und hatte das erste Gerät gewonnen.

Doch das sollte zunächst das einzige Erfolgserlebnis bleiben. Trotz guter Übungen am Pauschenpferd sprang für das Quartett Manuel Hofmann, Julian Hausch, Simon Paul und Marcus Bay gerade mal ein Punkt heraus, zehn sammelten dagegen die Allgäuer. Fabian Geyer, Julian Hausch, Simon Paul und Marcus Bay gingen dann am Allgäuer Paradegerät Ringe vollständig leer aus – 0:15 lautete die vernichtende Bilanz.

Yazzin El Azzazy, Nico Hofmann, Marcus Bay und Fabian Geyer holten sich dann zwar noch die Sprung­wertung mit 6:3 Punkten, doch am Barren wiederum hielten Waldemar Guillard, Julian Hausch, Simon Paul und Fabian Geyer nicht mit, die TG Allgäu hatte durchweg Übungen mit höherem Schwierigkeitsgrad in petto. Das gleiche Prozedere dann am Reck: Julian Hausch, Simon Paul, Benjamin Leitner und Fabian Geyer enttäuschten nicht, aber die Gastgeber waren immer ein Quäntchen besser – mit 9:5 Punkten gab der VfL auch dieses Gerät ab.

Mit 17:49 Punkten mussten sich die VfL-Turner der TG Allgäu beugen, waren aber das erste Team, das dem Tabellenführer in dieser Saison Gerätepunkte abgenommen hat. „Gut geturnt, aber auf einen starken Gegner getroffen“, bilanzierte Coach Mat­thias Pohl. Nach dieser Niederlage ist das Kirchheimer Drittligateam auf den dritten Rang in der Tabelle abgerutscht, punktgleich mit dem Tabellenzweiten KTV Ries.

Am kommenden Samstag erwartet der VfL in der Raunersporthalle das im Mittelfeld der Tabelle platzierte Turnteam Kieselbronn/Iffezheim. Dabei wird es darum gehen, Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. Immerhin berechtigt auch der angestrebte zweite Tabellenrang, am Aufstiegsfinale für die zweite Bundesliga teilzunehmen.