Lokalsport

„Immer wieder gut“

420 Teilnehmer beim 26. Hohenneuffenlauf

Wiedersehen macht Freude: Mehdi Khelifi hat zum zweiten Mal nach 2011 den Hohenneuffen-Berglauf gewonnen. Dabei fiel dem 39-Jährigen der Erfolg nicht leicht. Grund: Oberschenkelprobleme.

Neuffen. „Das hat mich hier in Beuren schon etwas behindert, aber ich freue mich natürlich umso mehr über diesen Erfolg“, resümierte der in 36,31 Minuten siegende Khelifi. Helmut Schiessl, einer der erfolgreichsten deutschen Bergläufer aller Zeiten und mittlerweile 41 Jahre alt, startete erstmals beim Klassiker im Neuffener Tal. Der Weltmeister des Jahres 2005 sicherte sich den zweiten Platz vor dem ersten Württemberger, Peter Keinath vom SV Ohmenhausen. Auf dem vierten Platz sorgte der erst 13-jährige Florian Lipowitz vom TSV Erbach für Aufsehen. Der junge Mann will später einmal Biathlon-Olympionike werden. Die konditionellen Grundlagen sind bei dem Deutschen Mannschafts-Schülermeister im Sommerbiathlon bereits bemerkenswert.

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Der Streckenrekord aus dem Jahre 1995 – damals fanden auf dem 9,3-Kilometer-Kurs am Hohenneuffen die deutschen Berglaufmeisterschaften statt – blieb freilich erneut unangetastet. Schnellster Läufer aus dem Teckboten-Verbreitungsgebiet wurde Andreas Weißer (SGEH) auf Gesamtplatz 22 vor Karl Fischer aus Dettingen auf Platz 27 (46,38).

Bei den Frauen setzte sich Yvi Blaschke (LG Neckar-Enz) durch. Beachtlich schlug sich Claudia Volz (TSV Owen) als Gesamtfünfte in 51,28 Minuten. Beurens Bürgermeister Erich Hartmann hatte pünktlich um 9.30 Uhr ein 420-köpfiges Feld (darunter rund 50 Starter aus der Teckregion) auf den beschwerlichen Weg Richtung Burg Hohenneuffen geschickt – ein buntes Feld. So mischte auch Rennfahrer Wolf Henzler vom Motorsportklub Kirchheim/Teck mit, bewies mit einer Zeit von etwas mehr als 50 Minuten eine gute Verfassung.

Für Aufsehen im optischen Sinne sorgten die Läufer von einem Team mit dem vielversprechenden Namen „Woiza uff dr Burg“. Nicht nur die Bezeichnung fiel auf, sondern auch die beeindruckende Körperbemalung der Starter. So war der Oberkörper und das Gesicht des Herrn mit der Startnummer 200, Moritz Nawratil, komplett „bestrichen“. Es waren eher Kunstwerke, was der ohne Shirt die Burg hinaufsprintende Akteur auf der Haut trug.

In den Schülerläufen auf deutlich kürzerer und leichterer Strecke setzten sich in ihren jeweiligen Altersklassen Kevin Kuhnert (Grundschule Neuffen), Anne Mergl (TB Neuffen), Benjamin Diehl (LG Dettingen/Erms), Maxi Röschel (VfL Kirchheim), Florian Baumann (SZ Uhingen), Lisa Schäfer (TGV Balzholz), Bjarne Mergl und Leonie Hammley (beide TB Neuffen Laufkids) durch. Die Berglauf-Organisatoren Frank Klass (TSV Beuren) und Michael Gneiting (TSV Frickenhausen) zogen nach der 26.  Auflage ein positives Resümee. So scheint sich das Teilnehmerfeld beim Hohenneuffen-Berglauf und dem im Rahmen der Veranstaltung ausgetragenen Schülerlauf (insgesamt kamen am Sonntag 505 Läuferinnen und Läufer ins Ziel) auf einem beachtlichen Niveau einzupendeln. Vonseiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es zudem jede Menge Positives zu hören – auch von einem, der aufgrund einer Verletzung nicht mehr dabei sein kann, gab es Lob. „Immer wieder gut“, sagte Adolf Gehrung, der einst mehr als zwanzig Mal den Hohenneuffen-Berglauf bewältigt hatte. Ein Satz aus solch berufenem Munde dürften die Organisatoren gerne hören – zumal der mittlerweile 77-jährige Esslinger auch schon mehr als 55 Mal das Deutsche Sportabzeichen absolviert hat.

Alle Zeiten und Platzierungen gibt es im Internet unter www.tsv-beuren.de/berglauf.rei