Lokalsport

Keine Zeit zu hadern

Nach seiner Schulter-OP trainiert Manuel Fumic wieder – Weltcup-Comeback in Andorra?

Drei Wochen nach seinem Sturz in Albstadt und anschließender Schulter-Operation sitzt Manuel Fumic wieder auf dem Bike. Beim dritten Saison-Weltcup in Andorra Ende Juli will er wieder am Start sein. U 23-Mountainbiker Christian Pfäffle vom MTB Teck bestreitet am Sonntag im schweizerischen Gränichen den BMC Racing Cup als Vorbereitung auf die EM vom 20. bis 23. Juni in Bern.

Inzwischen kann er wieder lachen: Manuel Fumic arbeitet nach seiner Sturzverletzung vor drei Wochen an seinem Comeback.Foto: Arm
Inzwischen kann er wieder lachen: Manuel Fumic arbeitet nach seiner Sturzverletzung vor drei Wochen an seinem Comeback.Foto: Armin Küstenbrück

Kirchheim. Die gute Laune ist zurück. „Seit vier Tagen kann ich wieder fahren“, berichtet ein fröhlicher Manuel Fumic. Bisher zwar nur auf der Straße und nicht im Gelände, aber immerhin. Keine drei Wochen ist es her, als er in Stuttgart an der Schulter operiert werden musste. Die Verletzung, die er sich beim Trainingssturz auf dem Albstädter Weltcup-Kurs zugezogen hat, ist komplizierter als zunächst vermutet. Das Schlüsselbein ist gebrochen, das Schultereckgelenk und die daran befestigten Bänder sind in Mitleidenschaft gezogen. Mit einer Metallplatte wurde nun alles stabilisiert. „Drei Baustellen“, sagt Fumic. Aber es ginge schneller vorwärts als bei seinen beiden Schlüsselbeinbrüchen 2006 und 2007. „Damals hatte ich erheblich mehr Probleme“, meint er. Jetzt stehen vor allem Physiotherapie, Lymphdrainagen und Massagen auf dem Trainingsplan. „Ich denke, dass ich leistungsmäßig nicht allzu weit hinterher bin“, meint der 31-Jährige. Nächste Woche wird erneut geröntgt. Danach soll entschieden werden, wann Training im Gelände wieder möglich ist.

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Fumics Ziel: Beim Weltcup in Andorra am letzten Juli-Wochenende will er wieder am Start sein. Auch seinen deutschen Meistertitel würde er ungern kampflos abgeben. Die nationalen Titelkämpfe in Bad Salzdetfurth am 14. Juli hat er deshalb auch noch nicht ganz abgeschrieben. „Wenn alles sehr gut läuft, vielleicht.“ Beim Weltcup im Val di Sole in der kommenden Woche will er auf jeden Fall als Zuschauer an der Strecke stehen. „Ich will bei den Jungs sein“, sagt Manuel Fumic. „Trainieren kann ich dort auch.“ Dass er durch die Verletzung seine gute Weltranglistenposition (3.) verloren hat und aus einer Topform herausgerissen wurde, damit hat er nur kurz gehadert. „In der ersten Nacht kam es mir vor wie ein schlechter Traum. Aber seither denke ich nur noch an mein Comeback.“

U 23-Mountainbiker Christian Pfäffle (MTB Teck) startet am Sonntag in Gränichen beim BMC Racing Cup als EM-Vorbereitung. Vor den Titelkämpfen in Bern wartet am 15. und 16. Juni die dritte Weltcup-Station im italienischen Val di Sole. Bis dahin sollte also noch einmal an der Form geschraubt werden.

Während des kalten und regnerischen Wetters der vergangenen Wochen blieb Pfäffle in den eigenen vier Wänden und spulte sein Programm auf der Rolle ab. „Ich hab das ganz gut durchgezogen“, ist er zufrieden. „In Gränichen geht es einfach um eine intensive Belastung zum Abschluss des Trainingsblocks.“ Dass heißt für ihn: Weniger auf die Ergebnisliste schauen, als vielmehr den Trainingseffekt im Blick haben. Die Konkurrenz ist ohnehin so stark, dass kaum Erfolgsaussichten bestünden. Acht Fahrer, die beim Elite-Weltcup in Nove Mesto unter den besten 15 waren, stehen in Gränichen am Start.

Unterdessen hat der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) das Aufgebot für die EM bekannt gegeben. Christian Pfäffle und auch sein MTB-Teck-Vereinskamerad Luca Schwarzbauer aus Nürtingen (Junioren) sind nominiert. Für beide war dies nur noch Formsache, denn das Duo vom Lexware-Rothaus-Team hat die geforderte Norm längst erfüllt. Päffle über seine Weltcup-Resultate im Sprint, Schwarzbauer über sen zweiten Gesamtrang in der Junioren-Bundesliga.