Lokalsport

Knockout in der 88. Minute

VfL II verliert in Heiningen unglücklich

Der VfL Kirchheim hatte beim Hit in Heiningen das Nachsehen. In einer Partie auf sehr gutem Bezirksliga-Niveau unterlag das Team von Trainer Stefan Haußmann 2:3 (1:1).

Heiningen. Der VfL startete furios und hatte bereits nach wenigen Sekunden eine Großchance zur Führung. Doch Moritz Gutmann schoss die Kugel an den Pfosten, den Nachschuss von Caruana wehrte FCH-Torwart Lando zur Ecke ab. Trotz Sturm und Regen spielten die VfL-Youngsters weiter mutig nach vorne und erarbeiteten sich einige Torchancen.

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Die Hausherren konnten sich bis zu diesem Zeitpunkt keine nennenswerte Torchance herausspielen. Doch das änderte sich. Nach einem kurz ausgeführten Eckball, wurde der Ball auf den langen Pfosten gezogen und der sträflich freigelassene Medicina sagte „Danke“ und nutze die Chance zur schmeichelhaften Führung (38.). Der VfL war nur kurz geschockt und kam nach einer mustergültigen Flanke von Marcel Hölig und dem anschließenden Seitfallzieher von Ahmet Fidan zum hochverdienten Ausgleich (45.). Somit wurden aus Sicht der Gastgeber mit einem glücklichen Remis die Seiten gewechselt. Das Spiel nahm nach der Pause sofort wieder Fahrt auf, und die Gastgeber kamen zu einer Großchance, doch Zydek setzte seinen Freistoß aus 20  Metern an den Pfosten (48.). Besser machten es die Gäste aus Kirchheim: Nach einem Freistoß von Moritz Gutmann von der Halbposition stieg Kai Huttenlocher am höchsten und köpfte zur verdienten Führung der Gäste ein (53.).

Die Freude hielt jedoch nicht lange an. Die Heininger schlugen zurück und kamen in der 55. Minute erneut nach einem Eckball zum Ausgleich – Torschütze Medicina. In der turbulenten Schlussphase steuerte zunächst Josip Colic nach einer Kopfballverlängerung von Fidan alleine aufs Tor der Heininger zu, jedoch zögerte er zu lange mit seinem Abschluss und ein Abwehrspieler konnte gerade noch zur Ecke klären (75.). Nino Singh spielte in der 82. Minute Harry Nickels frei, doch dessen Schuss war nicht platziert genug und das Leder flog übers Tor.

Dann kam was zu diesem Zeitpunkt selbst die eingefleischten FCH-Fans kaum noch für möglich gehalten hatten: Nach einer Flanke von halblinks fühlte sich an der Strafraumgrenze niemand verantwortlich für Zydek, und dieser markierte den viel umjubelten Siegtreffer (88.).

Den VfL-Kickern blieb die Erkenntnis, dass in einer Partie auf diesem Niveau zwei Unachtsamkeiten nach Standards genügen, um als Verlierer den Platz zu verlassen. Die Kirchheimer Statistikwerte nach 18  Partien sehen vor Beginn der Winterpause nicht schlecht aus: Elf Unentschieden, vier Remis und drei Niederlagen lautet die Zwischenbilanz. Der VfL-Talentschuppen bleibt trotz der Niederlage ein Titelkandidat. sh