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Letzte Zweifel beseitigt

Fußball-Landesliga: Weilheim nach 3:0 gegen den FC Heiningen klarer Titelfavorit

Im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga kam der TSV Weilheim gegen den 1.FC Heiningen zu einem völlig verdienten 3:0 (1:0)- Erfolg. Nicht nur wegen seiner beiden Tore war Lennart Zaglauer der beste Spieler auf dem Platz und hatte großen Anteil am vierten Sieg in Folge für die Limburgstädter.

Übersicht

TSV Weilheim (rot) - 1 FC Heiningen (gelb) 3:0Kai Hörsting schaut  und Heiningen Torhüter  Domagoj Miklec weht ab
TSV Weilheim (rot) - 1 FC Heiningen (gelb) 3:0Kai Hörsting schaut und Heiningen Torhüter Domagoj Miklec weht ab

Weilheim. Nach dem Schlusspfiff musste der Heininger Trainer Tobias Flitsch den Erfolg des Gegners neidlos anerkennen: „Der TSV Weilheim hat aufgrund einer Vielzahl an Torchancen verdient gewonnen.“ Dennoch ärgerte sich der Gäste-Trainer über eine schwache Schiedsrichterleitung: „Es waren teilweise krasse Fehlentscheidungen dabei.“ Vor allem in der zweiten Halbzeit brachte der Unparteiische den Heininger Coach fast zur Weißglut. Zunächst hätte der Weilheimer Markus Gabriel nach einem taktischen Foul die Gelb-Rote Karte sehen müssen. Wenige Minuten später entschied der Schiedsrichter zunächst auf einen Handelfmeter für den FC Heiningen, nach Absprache mit seinem Schiedsrichterassistenten nahm dieser die Entscheidung allerdings zurück und entschied auf eine zuvor entstandene Abseitssituation. „Zuerst kam das Handspiel und dann die Abseitsstellung“, ärgerte sich der FCH-Trainer.

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Vielleicht wäre die Partie etwas anders verlaufen, wäre den Gästen der Anschlusstreffer geglückt. Dennoch kann dies die glänzende Leistung der Weilheimer nicht schmälern. Die waren von Beginn an das aggressivere Team und gingen schon nach elf Minuten verdient in Führung. Nach einem klaren Foulspiel an Steffen Kuch zeigte der Schiedsrichter sofort auf den Elfmeterpunkt. Diese Chance zur frühen Weilheimer Führung ließ sich Michele Latte nicht entgehen. Genau die hatte Heiningens Coach um jeden Preis verhindern wollen. Es dauerte einige Zeit bis sich die junge Mannschaft des FC von diesem frühen Gegentor erholt hatte.

Nach dem Treffer wirkten die Gäste nervös und liefen mehrfach Gefahr, noch deutlicher in Rückstand zu geraten. Die Elf von Trainer Alexander Hübbe war die eindeutig bessere Mannschaft, die gute Chancen vergab. Zunächst scheiterte Kai Hörsting am Heininger Torwart Domagaj Miklec (15.), kurze Zeit später fischte Miklec einen direkten Freistoß von Michele Latte aus dem Torwinkel (22.). Auch Ferdi Er hatte bei einer Direktabnahme kein Glück als sein strammer 30-Meter-Schuss nur an den Innenpfosten prallte (29.).

Nach dem Seitenwechsel konnte der FC die Begegnung etwas ausgeglichener gestalten, aber die Weilheimer erwischten wieder den besseren Start: Nach einem Eckball von Michele Latte nahm der völlig frei stehende Lennart Zaglauer den Ball direkt und hämmerte ihn zum 2:0 in die Maschen (57.). Ein Tor, das sich der lauffreudige Weilheimer Angreifer buchstäblich verdient hatte. Danach kam die stärkste Phase der Gäste und einige aus Heininger Sicht krasse Fehlentscheidungen des Schiedsrichtergespanns. Nach dem nicht gegebenen Handelfmeter kam die beste Möglichkeit der Gäste durch Franco Petruso, doch dieser scheiterte an Weilheims Keeper Bastian Treiber (72.). In der Schlussphase sorgte erneut Zaglauer nach einer maßgerechten Flanke von Emrah Polat mit dem 3:0 für die endgültige Entscheidung (84.). Für den Weilheimer Co-Trainer Danell Stumpe kam der Erfolg nicht überraschend: „Ich habe den FC Heiningen in dieser Runde schon ein paar Mal beobachtet und gewusst, wenn wir unsere Leistung abrufen haben wir die bessere Mannschaft.“me