Lokalsport

Niederlage als Mutmacher

Lenninger Handballerinnen zeigen beim 22:25 in Lehr lange Zeit ein gefälliges Spiel

Viel hätte nicht gefehlt und die Landesliga-Handballerinnen der SG Lenningen hätten von ihrem Samstag-Ausflug zum SC Lehr einen oder beide dringend benötigte Punkte mitgebracht. So fehlten der SG-Mannschaft am Ende drei Tore, um in einer ausgeglichenen Partie einen Überraschungserfolg zu landen: Sie verlor 22:25.

Ulm. Man kann beinahe schon sagen: „The same procedure as every match day“ – viele Parallelen zu den letzten Lenninger Spielen zeigte auch das Duell beim SC Lehr. Der Spielverlauf ähnelte den letzten Partien stark. Mit Minikader unterwegs, gut mitgehalten, am Schluss schwinden die Kräfte, knappe Niederlage: Das war die Chronologie des Abends. Besonders herausgehoben aus dem Lenninger Team haben sich die wieder voll einsatzfähige Saskia Schweikert, die auf der Mitteposition für mächtig Wirbel sorgte, und mit 13 Toren die klar dominierende Torschützin im gesamten Spiel war. Gut eingestimmt zeigte sich auch Ramona Ringelspacher, die im Wechsel von der halbrechten zur Rechtaußenposition einige schöne Spielzüge erfolgreich zum Abschluss brachte. Auch Kreisläuferin Carolin Luxenhofer konnte mehrere schöne Anspiele von Saskia Schweikert im gegnerischen Netz unterbringen. Keinen guten Tag erwischte dagegen Susi Schilling, die nach zuletzt guten Spielen in der Partie gegen den SC Lehr nur wenig Akzente setzen konnte. Hier wurde Sabrina Klein (berufliche Fortbildung) als Alternative stark vermisst.

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Im von Beginn an ausgeglichenen Spiel startete die SG mit einer konzentrierten und kompakten Abwehr. Wenn die Gastgeber zu Chancen kamen, war es meist über Konter oder die Außenpositionen. So bemängelte Coach Attinger denn auch das zu langsame Zurücklaufen nach Ballverlusten oder nicht erfolgreich abgeschlossenen Angriffen. Hier teilte sich die SG die Kräfte zu früh ein und wurde mit einigen schnellen Gegenstößen bestraft. Durch die guten Offensivaktionen der SG, die zumeist von Saskia Schweikert durch Eins-gegen-Eins-Aktionen abgeschlossen wurden, blieb die SG jedoch immer auf Augenhöhe. Einen wichtigen Beitrag dazu leistete auch die geringe Anzahl der technischen Fehler an diesem Abend. Oft schon hat sich die SG mit diesem Punkt um die verdienten Früchte ihrer Arbeit gebracht, an diesem Abend jedoch war die Quote im akzeptablen Bereich. Da das Spiel ohne Harz durchgeführt wurde, war dies durchaus bemerkenswert. Der offensive 5:1-Abwehrblock mit den vorgezogenen agierenden Spielerinnen Dangel oder Ringelspacher funktionierte effektiv an diesem Abend.

In der zweiten Hälfte der Partie stellten die Gastgeber die Deckung auf eine offensive 5:1-Variante um, um die Laufwege von Saskia Schweikert einzuengen. Dies zeigte auch Wirkung, zudem ergaben sich durch die daraus resultierenden langen Pässe auch einige Abspielfehler. Diese nutzten die personell voll besetzten Ulmer postwendend aus. Die sich ergebenden Konter konnte auch die gewohnt gut spielende SG-Torfrau Lisa Kullen nicht verhindern. So kam es am Ende, wie es kommen musste. Im SG-Team schwanden Kraft und Konzentration und der Gastgeber konnte den Vorsprung vollends ohne Mühe über die Zeit retten. Durch den gleichzeitig zweiten Sieg in Folge der HSG Lonsee-Amstetten steht die SG nun bereits mit zwei Punkten Abstand auf dem vorletzten Tabellenplatz.rs

SC Lehr: Bensch, T. Prinz - A. Prinz, Schmid (2/2), Szembeb (2), Ruhland (2), Fischer (3/1), Weibke, Leib (6/2), Wätna (2), Glöggler (4), Buck (4)

SG Lenningen: Kullen, - Kazmaier, Götz, Ringelspacher (5), Luxenhofer (3), Dangel, Schilling (2), Mück, Schweikert (13/2)