Lokalsport

TG darf immer noch träumen

Fußball-Kreisliga A: Am Wochenende beginnt die Rest-Rückrunde

Als heimlicher Tabellenführer geht die TG Kirchheim in die Restrückrunde der Fußball-Kreisliga A, die am Wochenende mit zwei Nachholspielen beginnt. Im Abstiegskampf stehen der VfL Kirchheim II und der AC Catania Kirchheim vor einer schweren Aufgabe. Zittern müssen auch noch die Teckteams aus Jesingen, Neidlingen, Holzmaden und Unterlenningen.

Orange will hoch hinaus: Die TG Kirchheim (hier gegen den TV Neidlingen) peilt den Aufstieg in die Kreisliga A an. Foto: Daniel
Orange will hoch hinaus: Die TG Kirchheim (hier gegen den TV Neidlingen) peilt den Aufstieg in die Kreisliga A an. Foto: Daniel Kopatsch

Kirchheim. Die TG Kirchheim hat neben dem VfB Neuffen bisher die wenigsten Spiele (14) bestritten. Sollten beide Teams ihre Nachholspiele gewinnen, winkt der Elf von Spielertrainer Gaetano Caruana aufgrund des besseren Torverhältnisses die Tabellenführung, während sich der VfB Neuffen bis auf vier Zähler dem jetzigen Spitzenreiter TV Bempflingen nähern könnte.

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Obwohl die TG im Verlauf der Vorrunde immer wieder auf verletzte oder gesperrte Leistungsträger verzichten musste, hat der Tabellendritte immer noch gute Chancen, in die Bezirksliga aufzusteigen. Entsprechend optimistisch ist TG-Abteilungsleiter Wolfgang Kretschmar: „Durch den Trainerwechsel und Spielerabgänge vor der Runde ist die Mannschaft charakterlich stärker geworden, sodass wir um den Aufstieg mitspielen möchten. Zumal von den 16 noch ausstehenden Rückrundenspielen zehn zu Hause sind. Das ist sicherlich ein Vorteil für uns.“

Alles andere als zufrieden waren die Verantwortlichen der SF Dettingen nach Abschluss der Vorrunde, an deren Ende bekanntlich die Trennung von Trainer Oliver Klingler stand. Für Abteilungsleiter Christian Renz ist der Aufstiegszug trotzdem noch nicht abgefahren. Vor allem die Verpflichtung von Roland Schumacher als Klinglers Nachfolger macht Renz Mut: „Es war der Wunsch der Mannschaft, ihn zu verpflichten.“ Ob seine Mannschaft noch Chancen hat, um die ersten beiden Tabellenplätze mitzuspielen, dazu will sich Schumacher nicht äußern: „Ich muss die ersten Punktspiele abwarten. Bisher zieht die Mannschaft im Training aber hervorragend mit.“

Eine zufriedenstellende Vorrunde absolvierte der TSV Weilheim II. Nach vier Spieltagen stand die Limburgelf zwischenzeitlich sogar auf Platz eins. Dennoch machen die Umstellungen innerhalb der Mannschaft die Aufgabe für Trainer Jürgen Fritsch nicht einfacher. „Weil wir immer wieder Spieler der ersten Mannschaft integrieren müssen, kann meine Mannschaft auch nicht eingespielt sein.“

Hinter den eigenen Erwartungen zurück geblieben ist bislang der TSV Jesingen. Mit nur vier Zählern Abstand zum Abstiegsrelegationsplatz muss die Blickrichtung nach unten gehen. Dennoch hat die Elf von den Lehenäckern ihren Spielertrainer Marc Augustin vor allem spielerisch überzeugt. „Bei etwas besserer Chancenauswertung hätte es der eine oder andere Punktgewinn mehr sein können“, sagt der TSVJ-Coach.

Auch der TV Neidlingen, der TSV Holzmaden und der TV Unterlenningen kämpfen mit jeweils 21 Punkten noch gegen den Abstieg. Der Holz­madener Trainer Heiko Blumauer sieht der Rückrunde trotzdem zuversichtlich entgegen: „Wenn wir von Verletzungspech verschont bleiben, haben wir mit dem Abstieg nichts zu tun.“

Obwohl der TV Neidlingen bewiesen hat, dass man in der Kreisliga A mithalten kann, trauert man unterm Reußenstein verpassten Gelegenheiten nach. „Leider haben wir gegen vermeintlich leichtere Gegner und direkte Konkurrenten im Abstiegskampf doch den einen oder anderen Punkt zu viel abgegeben“, meint Abteilungsleiter Patrick Hitzer.

Nach einem äußerst schwachen Saisonstart (nur drei Zähler aus den ersten sechs Spielen) hat sich der TV Unterlenningen zwischenzeitlich auf den neunten Tabellenplatz vorgearbeitet. Deshalb ist der Unter­len­ninger Abteilungsleiter Marc Schmohl auch überzeugt: „Es steckt genug Potenzial in der Mannschaft. Wenn dies abgerufen wird, haben wir mit dem Abstieg nichts zu tun.“

Trotz eines Rückstands von neun Punkten auf den ersten Nichtabstiegsplatz hat beim VfL Kirchheim II noch niemand die Hoffnung auf den Klassenerhalt aufgegeben. Der VfL hat vor allem zum Schluss der Vorrunde gute Spiele gezeigt und schöpft aus dieser Tatsache neuen Mut.

Anders der AC Catania. Mit lediglich sieben Punkten aus 15 Spielen ist der Klassenerhalt in weite Ferne gerückt, zumal einige Leistungsträger den Verein in der Winterpause verlassen haben.