Lokalsport

Top-Fahrerfeld beim Bundesliga-Auftakt in Heubach

Mountainbike Christian Pfäffle und Luca Schwarzbauer vom MTB Teck fahren mit Zuversicht an die Ostalb.

6, Pfäffle, Christian, Moebel Maerki MTB Pro Team, MTB Teck, GER
6, Pfäffle, Christian, Moebel Maerki MTB Pro Team, MTB Teck, GER

Heubach. Das BiketheRock genannte MTB-Festival geht bereits in seine 18. Auflage. Und nach dem Weltcup in Albstadt ist das Bundesliga-Rennen in Heubach der wichtigste Cross-Country-Event in Deutschland. Das macht sich Jahr für Jahr auch am Teilnehmerfeld fest.

Wenn vier Olympiasieger und beide amtierende Weltmeister am Start sind, dann lässt sich die Bedeutung in etwa ermessen - und auch, wie hoch die Messlatte am Sonntag für Christian Pfäffle liegt. Der hat ja erst ein Rennen in den Beinen. „Die erste richtige Belastung und dann auch noch auf so einer Strecke mit dem ganzen Geholpere über die Wurzeln, das war schon richtig hart“, sagt Pfäffle über sein vergangenes Rennen im österreichischen Haiming.

Ergo braucht es entsprechende Erholung für die jetzt anstehende Herausforderung. 1,8 Kilometer Anstieg am Stück, bevor es nach kurzer Pause noch mal 300 Meter hoch geht, das ist eigentlich nicht das bevorzugte Metier des Stevens-Fahrers, und solches Terrain findet sich im internationalen Rennzirkus kaum noch. „Heubach ist immer ein bisschen ein spezielles Rennen“, sagt Pfäffle, aber, so der Neuffener, in seinem aktuellen Zustand komme es ihm vermutlich „sogar eher entgegen“.

Dem 24-Jährigen fehlt noch die intensive Belastung, und weil in Heubach eher ein gleichförmiges, rhythmisches Treten gefordert ist, macht sich das vielleicht auch nicht so bemerkbar.

Schwarzbauer im Aufwind

Seinen Klub-Kameraden Luca Schwarzbauer hat man in den vergangenen Jahren selten so positiv erlebt, wie nach dem zweiten Platz ebenfalls in Haiming. Es habe sich „toll angefühlt“, sagt er auch im Rückblick. Doch der 21-Jährige bewahrt sich nach wie vor ein Stück Skepsis, eine eher vorsichtige Form der Selbsteinschätzung. „Seit Jahren versuche ich mich aus einem alten (Verhaltens-)Muster herauszuarbeiten. Ich denke, den größten Schritt habe ich am Ende der vergangenen Saison gemacht, aber es ist klar, dass es nicht immer nur vorwärts geht“, sagt Schwarzbauer.

Das kommende Rennen, der Bundesliga-Auftakt in Heubach, ist eigentlich nicht prädestiniert, um beim Reuderner Glücksgefühle auszulösen. „Nein, das ist ganz und gar nicht meine Lieblingsstrecke“, bekennt er. Seine körperliche Konstitution taugt nicht für den langen und teilweise 20 Prozent steilen Anstieg. Erschwerend kommt hinzu, dass die Besetzung des U23-Rennens noch besser sein wird, als es die in Haiming war. Trotzt allem - an Motivation wird er es sicher nicht fehlen lassen.

Ebenfalls im U23-Rennen, aber sicherlich deutlich weiter hinten, wird man Pirmin Sigel finden, vorausgesetzt, dass für ihn ein Start überhaupt möglich ist. Sigel stürzte beim Rennen in Haiming kurz vor dem Ziel und musste am Knie genäht werden. Glücklicherweise hat sich das Knie nicht entzündet, doch noch am Montag konnte der Fahrer vom Bike-Junior-Team „fast nicht laufen“. Trotz dieser nicht gerade rosigen Vorzeichen zeigt sich Sigel angriffslustig und zuversichtlich. „Heubach könnte möglich sein, ich muss halt die Naht abdecken.“ Manuel Fumic trainiert derweil und pflegt seinen lädierten Ringfinger. Er steigt erst am 5. Mai in Solothurn wieder ins Wettkampfgeschehen ein. Erhard Goller

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