Lokalsport

TSV Owen macht es unnötig spannend

Dominic Fischer bricht in Denkendorf den Bann

Die Handballer des TSV Owen haben durch einen verdienten 38:33 (17:14) - Sieg beim TSV Denkendorf ihren ersten Auswärtserfolg der noch jungen Bezirksligasaison verbuchen können, machten es jedoch zwischendurch und am Ende unnötig spannend.

Denkendorf. Die Gastgeber begannen wie erwartet hoch motiviert. Vor allem Rückraumspieler Tobias Giess hatte einen sehr guten Tag erwischt. Immer wieder brachte der Routinier im Dress des TSV Denkendorf die Owener Defensive in Bedrängnis. Erst im Anschluss an das 5:3 für die Gastgeber kam Owen etwas besser ins Spiel. Vor allem Fabrizio Mosca zeigte sich im ersten Abschnitt sehr treffsicher. Fünf seiner insgesamt sieben Tore erzielte Owens Rückraumspieler im ersten Abschnitt. Dennoch blieb Denkendorf zunächst die agilere Mannschaft. Das lag auch daran, dass Owen zu viele gute Möglichkeiten ausließ. Unzufrieden war Owens Coach Mitranic mit seinen Torhütern. Der Kroate wechselte bereits in der 19. Minute zum zweiten Mal den Torhüter. Weder Thomas Langlinderer noch Uwe Raichle fanden die notwendige Bindung zum Spiel, was freilich auch an der zum großen Teil sehr schwachen und vor allem nachlässigen Abwehrarbeit ihrer Vorderleute lag.

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Der TSV Owen lag zwar nach dem 9:9-Ausgleich stets in Führung, aber im Griff hatten die Gelbhemden die Partie noch lange nicht. Der eingewechselte Jörg Waldenmayer im Owener Tor parierte einige Würfe der Gastgeber und so zogen die Teckstädter kurz vor dem Seitenwechsel auf 15:12 davon. In Überzahl bot sich den Mitranic-Schützlingen sogar die Möglichkeit, weiter davonzuziehen. Aber zu überhastet vergaben sie ihre Chancen. Giess und TSVD-Youngster Lukas Taxis gelang in Unterzahl erneut der Anschluss. Doch Owen legte in Gleichzahl wieder nach und ging schließlich mit einer 17:14-Führung in die Pause.

Nach dem Wechsel hatten die Denkendorfer zunächst mehr vom Spiel. Owen verlor trotz der eigentlich beruhigenden Führung knapp zehn Minuten nach dem Wechsel den Faden. Beim 20:20-Zwischenstand nach knapp 42 Minuten war die Partie wieder offen. Nun kam die Zeit des Owners Dominic Fischer. Während seine Mitstreiter sich ein ums andere Mal in der gegnerischen Abwehr festrannten gelang Fischer nun praktisch alles. Quasi im Alleingang sorgte Fischer für die erneute Drei-Tore-Führung. Seine Mitspieler ließen sich von diesem Lauf nun anstecken und so avancierte die Partie zu einem munteren Scheibenschießen, weil beide Teams die Defensivarbeit vernachlässigten. Auch die nicht immer sicheren Schiedsrichter trugen ihren Teil dazu bei: Immer wieder fand sich der eine oder andere Spieler mit einer Strafzeit auf der Bank wieder, denn es wurde praktisch jede Körperberührung mit einer Zeitstrafe geahndet. „Das hatte was von Basketball“, war dann auch der Kommentar von Owens Abteilungsleiter Dietmar Kerner.

Beim 29:25-Zwischenstand aus Owener Sicht ereignete sich dann die wohl spielentscheidende Szene: Fabrizio Mosca blockte einen Wurf eines Denkendorfers. Gastgebertrainer Jogi Weller geriet darüber derart in Rage, dass er sich nicht nur eine Verwarnung, sondern gleich noch eine Zeitstrafe einhandelte. Owen packte in Person von Johannes Martin die Gelegenheit beim Schopfe und zog auf sieben Tore davon. Somit war knapp sechs Minuten vor Ende der Partie eine Vorentscheidung gefallen. Doch anstatt nun die Partie vollends locker über die Bühne zu bringen, vergaben die Teckstädter zahlreiche Torchancen, und so kamen die Gastgeber bis zum Ende der Partie wieder auf vier Tore heran. Doch am letztendlich verdienten 38:33-Auswärtserfolg änderte dies nichts mehr. jb

TSV Owen: Langlinderer, U. Raichle, Waldenmayer – Mosca (7), Schmid (9/5), J. Martin (6), S. Martin (2), Bauer (2), Fischer (7), Busch (2), H. Raichle (2/2), Jauss (1)

TSV Denkendorf: Köbler, Spohn Grönefeld (2), Sunjic (6), Giess (13/5), Bensch (2), Krug, Gebhardt, Draenert (2), Kroll (1), Janu (1), Taxis (5)

Schiedsrichter:Michael Fahrion / Jochen Fischer (TV Reichenbach / SG Hegensberg-Liebersbronn)