Lokalsport

VfL-Korbjäger bekommen die Kurve spät

Basketball VfL dreht 17-Punkte-Rückstand in Ludwigsburg in 68:66-Sieg und bleibt damit Regionalliga-Tabellenführer.

Ludwigsburg. Neuntes Spiel, neunter Sieg – und trotzdem war VfL-Trainer Felix Jung nicht ganz zufrieden. „Wir haben heute nicht mit der nötigen Energie und Intensität gespielt. Erst im letzten Moment haben wir noch die Kurve bekommen. Daraus müssen wir nun für die anderen Spiele lernen und das natürlich verbessern.“

Anzeige

Der VfL war schlecht in die Partie gestartet. Ludwigsburg dagegen startete aggressiv und führte nach drei Minuten bereits mit 10:4. Aufseiten der Kirchheimer schlichen sich immer wieder vermeidbare Fehler ein. In der Offensive wurden zum Teil einfach Korbleger vergeben. Ludwigsburg nutzte dies gekonnt aus, nach zehn Minuten lag der VfL 14:19 zurück.

Das zweite Viertel eröffneten die Gastgeber mit einem 7:0-Lauf. Erst nach vier Minuten markierte Roberto Malpede die ersten Punkte für den VfL (16:27). In der Offensive taten sich die Kirchheimer weiter schwer, sodass die Ludwigsburger Führung nie wirklich in Gefahr geriet. Mit einem weiteren 6:0-Lauf vergrößerten die Barockstädter den Vorsprung auf 15 Punkte (40:25). Desmond Strickland konnte dank eines Drei-Punkte-Spiels die Führung zur Halbzeit auf 28:40 verkürzen.

Nach der Pause war die Defensive des Tabellenführers deutlich aggressiver, doch noch trug die Arbeit keine Früchte. Ludwigsburg traf immer wieder schwierige Würfe, sodass der Kirchheimer Rückstand gar auf 17 Punkte anwuchs (30:47). Plötzlich zahlte sich die verbesserte Defensive aus. Etliche Ballgewinne führten zu einfachen Punkten. Innerhalb von drei Minuten verkürzte der VfL auf 49:55. Die Ludwigsburger agierten nun verunsichert, konnten aber dank mehrerer Freiwürfe die Führung in die letzte Viertelpause retten (54:60).

Die Teckstädter eröffneten den letzten Spielabschnitt mit einem 8:0-Lauf und übernahmen beim Stand von 63:62 die Führung. Von da an entwickelte sich ein zähes Spiel. Auf beiden Seiten gab es mehrere Ballverluste. 30 Sekunden vor Ende der Partie übernahmen die Barockstädter dank zwei erfolgreicher Freiwürfe wieder die Führung (66:65).

Dann schlug die Stunde von Justin Hedley. Der Guard, tags zuvor bereits für die Knights aktiv, schnappte sich den Ball und vollendete gekonnte gegen zwei Gegenspieler. Ludwigsburg versuchte noch einmal alles, doch dank einer guten VfL-Defensive war der Angriff nicht von Erfolg gekrönt. Die Kirchheimer brachten den Erfolg dank eines verwandelten Freiwurfs über die Zeit und feierten beim 68:66-Erfolg den neunten Sieg im neunten Spiel.cpi

VfL Kirchheim: Bekteshi (3), Hedley (13), Köppl (2), Malpede (13), Pichl (2), Sengül, Simpson, Sperber (20), Strickland (15)