Lokalsport

Von allen guten Geistern verlassen

Landesliga: VfL verliert nach 2:0-Führung 2:5

Einen weiteren herben Rückschlag im Abstiegskampf haben die Landesliga-Fußballer des VfL Kirchheim hinnehmen müssen. Trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung setzte es bei Schlusslicht TSG Schnaitheim am Ende ein 2:5 (2:2)-Debakel.

Schnaitheim. Nach der Niederlage stehen die Teckstädter wieder da, wo man sich nach dem katastrophalen Fehlstart nach drei Spieltagen befand: mitten im Tabellenkeller.„Gegen solch eine biedere Mannschaft trotz Führung noch so hoch zu verlieren, da bin ich fassungslos. Wir haben uns am Ende wie ein Abstiegskandidat präsentiert“, kritisierte der sportliche Leiter Norbert Krumm nach der Partie. Dabei starteten die allerdings stark ersatzgeschwächten Blauen furios in die Partie, dominierten den Gegner in den ersten 20 Minuten fast nach Belieben. Die Taktik von Co-Trainer Vinzenco Scaglione, der den beruflich verhinderten Chef-Coach Erol Sarikoc letztmals vertrat, aus einer sicheren Abwehr heraus aggressiv anzugreifen, schien zunächst aufzugehen.

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Nach einer schönen Kombination über Fatih Özkahraman und Sinan Kararmaz zischte ein 16-Meter-Geschoss von Sascha Beck nur knapp am Pfosten vorbei (5.). Mit der nächsten gefährlichen VfL-Aktion kam dann die überfällige Führung. Einen zunächst geklärten Eckball hämmerte Max Köber zum 1:0 ins linke obere Eck (14.). Nur acht Zeigerumdrehungen später war Nebih Kadrija nach einem Eckball von Sinan Kararmaz mit einer Direktabnahme zum 2:0 zur Stelle. Wer nun dachte, die Partie werde für den VfL ein Spaziergang, sah sich getäuscht.

Eine Kette an individuellen VfL-Fehlern ermöglichte den Gastgebern, ins Spiel zurückzufinden. Der Beginn vom VfL-Untergang ereignete sich in der 31. Spielminute mit dem 2:1-Anschlusstreffer. Der mit nach vorne aufgerückte Außenverteidiger Wolfgang Spaar vollendete eine Vorarbeit von Felix Eckardt, nachdem Sören Mende einen langen Ball unterlaufen hatte.

Vier Minuten später ereignete sich fast eine Doublette des 2:1: Der agile TSG-Kapitän Marcel Kässmeyer tunnelte VfL-Keeper Manuel Doll, dem einzigen Akteur mit Normalform, und erzielte den 2:2-Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel agierte der VfL wieder konzentrierter. Zumindest in den ersten zehn Minuten. Da ergaben sich Chancen fast im Minutentakt. Zunächst schlenzte Nebih Kadrija ans Lattenkreuz (46.), dann segelte ein Freistoß von Özkahraman knapp über die Latte (48.). Nach einem Diagonalball von David Hilger tänzelte Sinan Kararmaz seinen Gegenspieler aus, doch TSG-Torwart Heiko Karnisky parierte im Nachfassen (50.). Und nur eine Minute später lenkte Karnisky einen Schuss von Kararmaz mit den Fingerspitzen um den Pfosten.

Und so kam es wie es kommen musste, mit dem ersten Torschuss der Schnaitheimer in der zweiten Halbzeit kassierte der VfL das 2:3. Nach knapp 70 Minuten stand es 4:2. Symptomatisch an diesem gebrauchten VfL-Tag, dass ein 40-Meter-Freistoß von Fatih Özge zuerst an die Latte klatschte und von der Schulter von TSG-Goalie Karnisky erneut ans Aluminium und dann im Aus landete. Schnaitheims Kässmeyer erzielte per Kopf den 5:2-Endstand.wr