Lokalsport

Wendlingen in Läuferhand

Clemens Silabetschky vom TV Zell gewinnt 6. Stadtlauf – 273 Finisher

Aus dem erwarteten Streckenrekord wurde es nichts, aber dennoch war der 6. Wendlinger Zeitungslauf nicht nur ein riesiges Spektakel, sondern ein Laufereignis mit hohem sportlichem Wert. Bei den Männern hieß der Sieger Clemens ­Silabetzschky vom TV Zell, bei den Frauen gewann Vorjahressiegerin Julia Lippold.

Wendlingen in Läuferhand
Wendlingen in Läuferhand

Wendlingen. Alles wartete auf die von Mitveranstalter Peter Schweizer angekündigten Afrikaner, die den Streckenrekord knacken sollten. Gesichtet wurde jedoch keiner. Man habe mit ihnen am Vorabend noch Kontakt gehabt, hieß es. Vielleicht hätte man ihnen statt der Siegprämie ja ein Navigationsgerät versprechen sollen.

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Knapp 300 Läuferinnen und Läufer machten sich dennoch pünktlich auf die vier Runden zu je zweieinhalb Kilometer durch die Wendlinger Innenstadt, nicht alle kamen allerdings in der vorgegebenen Zeit von 1,15 Stunden an. Zuvor hatte Thomas Thum, Präsident des Mitveranstalters TSV Wendlingen, allen „ihren persönlichen sportlichen Erfolg“ gewünscht.

Dann übernahm Paul Kuppler, Pressewart des Leichtathletikkreises, das Mikrofon. Keiner kennt die Leichtathleten aus dem Kreis Esslingen und den umliegenden Sportkreisen besser als er. Nach rund 8,30 Minuten bog die Spitzengruppen mit drei Leuten, gefolgt von etwa weiteren sieben, unter dem Beifall von rund 250 begeisterten Zuschauern erstmals in die Zielgerade auf der Unterboihinger Straße ein und Kuppler jubelte: „Alle aus meinem Kreis vorne mit dabei.“ Silabetzschky, Christoph Hillebrand (LG Filder) und der Nürtinger Benjamin Kehrer im Trikot des Team Sport Schweizer machten das Tempo. Bester Finisher der Teckregion war der Owener Klaus Fischer (Team Sport Schweizer), der in 37,24 Minuten als 23. ins Ziel kam. Als schnellste Frau hatte sich Julia Lippold, die Kreismeisterin über 5 000 Meter, bereits nach der ersten Runde deutlich abgesetzt.

In Runde zwei war die Spitze enger zusammengerückt, zehn Läufer kamen aneinandergereiht durch den Start- und Zielbereich. Nach drei Runden war jedoch wieder die altbekannte Spitzengruppe vorne dran, nur noch Dennis Galac (Team Sport Schweizer) konnte etwa zehn Sekunden dahinter Anschluss halten. Am Ende hatte Silabetzschky die meisten Körner übrig und ging in 33,23 Minuten über den Zielstrich, 17 Sekunden dahinter folgte Hillebrand, dann kam Kehrer. Bei den Frauen lief Julia Lippold ungefährdet den Sieg in 39,51 Minuten nach Hause. Um Platz zwei wurde hart gekämpft, Katrin Ochs entschied den Endspurt vor Grit Schaller für sich.

Aber auch die anderen Läuferinnen und Läufer wurden vom Pub­likum am Straßenrand allesamt mit Applaus bedacht, war es für viele doch eine große Leistung, zehn Kilometer anständig durchgelaufen zu sein. Respekt verlangte der Auftritt der jüngsten Teilnehmerin, der elfjährigen Clara Hiergeist vom TSV Köngen, ab, die eine für ihr Alter sehr gute Zeit auf dieser kräftezehrenden Distanz hinlegte. Ältester Teilnehmer war Egon Grubert von der LG Filder, der mit seinen 79 Jahren die Strecke in Angriff nahm und hervorragend bewältigte.ugo