Lokalsport

Zwei Pleiten zum Schluss: Luft ist raus

VfL-Tischtenniscracks verlieren 5:9 und 0:9

Die Luft ist raus: Zum Saisonabschluss kassierte Tischtennis-Verbandsligist VfL Kirchheim in den Gastspielen beim SV Deuchelried (5:9) sowie Spitzenreiter Spvgg Gröningen-Satteldorf (0:9) zwei Niederlagen.

Deuchelried/Gröningen. Wäre die Niederlage beim Tabellenletzten Deuchelried mit etwas mehr Fortune durchaus zu verhindern gewesen, war beim designierten Meister und Aufsteiger Gröningen-Satteldorf nichts zu erben. Es gab eine richtige Packung.

Anzeige

Bei Schlusslicht SV Deuchelried hatte sich die Mannschaft trotz des Fehlens von Michael Klyeisen (Abitur) und Axel Schorradt (spielte gleichzeitig für den VfL II im Bezirksliga-Spitzenspiel in Donzdorf) etwas ausgerechnet, umso mehr, als sie zusätzlich motiviert war, da Deuchelried den VfL-Spielverlegungsanträgen nicht entsprochen hatte. In der Hinrunde hatten die Kirchheimer auf Deuchelrieder Wunsch das Spiel noch verlegt.

Da die VfL-Zweite gleichzeitig in Donzdorf im Bezirksliga-Spitzenspiel (8:8) beschäftig war, kamen von der „Dritten“ Jörg Herrmann und Kai Thalheim zu Verbandsliga-Einsätzen. Die Gastgeber witterten aufgrund der Kirchheimer Aufstellung ihre Chance, und sie nutzten sie letztlich auch zum dritten Sieg in der laufenden Runde. Für die Kirchheimer holte Steffen Stoll zwei Siege im mittleren Paarkreuz heraus, für die restlichen Punkte sorgte das Doppel Hohl/Hummel sowie Geßner und Hummel mit je einem Sieg im Einzel. Herrmann und Thalheim hielten phasenweise sehr gut mit, aber es reichte nicht zu einem Punktgewinn.

In Gröningen-Satteldorf traf der VfL auf eine bis unter die Haarspitzen motivierte Meistertruppe, die vom ersten Ballwechsel an wie entfesselt aufspielte und die müden Kirch­heimer deutlich dominierte. Neben Klyeisen fehlte in diesem Match auch Stoll, sodass Glöckner und Zimmermann von der Zweiten aufrückten. In einzelnen Spielen gab es durchaus die Chancen, das Match länger offen zu halten, aber Gröningen-Satteldorf – angeführt vom letztjährigen Gräfelfinger Bundesliga-Profi Gabriel Stephan – legte immer, wenn es notwendig war, ein Brikett drauf und hatte stets das bessere Ende auf seiner Seite.

Trotz der 0:4 Punkte zuletzt kann der VfL ein positives Resümee der abgelaufenen Spielrunde ziehen. Vor Saisonstart als Abstiegskandidat eingeschätzt, war das Team um Kapitän Michael Hohl zwischendurch sogar Relegationsplatz-Anwärter, holte schließlich 19:17 Punkte heraus und belegte den sechsten Tabellenplatz. Darüber hinaus stellte der VfL mit Geßner (17) und Klyeisen (18) das jüngste Spitzenpaarkreuz der Liga. Die Mannschaft hat eine Perspektive, und so wie es derzeit ausschaut, wollen alle Spieler auch in der kommenden Saison 2012/13 für den VfL spielen. as