Lokalsport

Zweiter Sieg in Folge

Knights bezwingen Vechta deutlich mit 85:72

Im Kampf um die Playoffs der zweiten Basketball Bundesliga Pro A haben die Kirchheim Knights ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Gegen Tabellennachbar SC Rasta Vechta siegten die Ritter auf heimischem Parkett souverän mit 85:72 (46:34).

Unantastbar: Der Sieg der Knights - hier Jannik Lodders beim Korbleger - gegen Vechta geriet selten in Gefahr. Foto: Deniz Calag
Unantastbar: Der Sieg der Knights - hier Jannik Lodders beim Korbleger - gegen Vechta geriet selten in Gefahr. Foto: Deniz Calagan

Kirchheim. Das Team von Trainer Michael Mai kam nur eine Woche nach dem Krimi gegen Baunach nie in die Nähe einer weiteren Nervenschlacht. Mit hoher Effizienz auf beiden Seiten des Feldes demonstrierten die Knights vor allem in den ersten 13 Minuten der Partie ihre Stärke, lagen früh mit 35:15 in Front. Trotz einiger wackliger Phasen über den restlichen Spielverlauf kam die Führung der Gastgeber nie ernsthaft in Gefahr. Die große Überlegenheit bei Rebounds und Distanzwürfen war dabei das Fundament zum Sieg gegen den direkten Kontrahenten im Kampf um die Playoffs.

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„Das war ein enorm wichtiger Sieg für uns und ich bin sehr stolz auf meine Spieler“, freute sich Coach Mai nach dem zweiten Heimsieg im zweiten Heimspiel der Rückrunde.

Im wegweisenden Duell der Playoff-Kandidaten machte Kirchheim von Beginn an seine Ambitionen deutlich. Schnell lagen die Ritter mit 8:2 in Front, schienen die Kontrolle über das Spiel bereits übernommen zu haben. Erst gegen Mitte des Spielabschnitts begann jedoch die dominante Phase der Knights. Ein 9:0-Lauf binnen nicht einmal zwei Minuten sorgte erstmals für klarere Verhältnisse. Zwar erwachte Vechta nun vor allem in der Offensive zum Leben, jedoch hatten die Knights auf jede Aktion der Gäste die passende Antwort parat. Drei erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe – unter anderem von Neuzugang Julian Sensley – sorgten für die beruhigende 27:16-Führung der Ritter nach dem ersten Viertel.

Bundesliga-Absteiger Vechta, nach bislang enttäuschendem Saisonverlauf lediglich Neunter, kam jedoch auch zu Beginn der zweiten zehn Minuten nicht in die Gänge. Kirchheim verteidigte aggressiv und effizient, vergrößerte durch weitere erfolgreiche Distanzwürfe den Vorsprung kontinuierlich. Nach nur 13 Minuten schien beim Stand von 35:15 die Vorentscheidung gefallen. Jedoch schlich sich wohl ob der gravierenden Dominanz der Knights quasi wie auf Knopfdruck der Schlendrian ein. Ballverluste, sinkende Trefferquoten sowie einige Nachlässigkeiten in der Defensive resultierten in einem 14:5-Lauf Vechtas in den folgenden gut fünf Minuten. Auch bis zum Halbzeitergebnis von 46:32 blieben die nun stark verbesserten Gäste in unmittelbarer Schlagdistanz.

Kirchheim, das erstmals nach langer Zeit wieder nahezu auf den kompletten Kader zurückgreifen konnte, fand auch in den Minuten nach der Halbzeit keine Mittel, die Anfangskontrolle wiederzuerlangen. Vechtas Drängen auf den Anschluss in Kombination mit den verbissenen Versuchen der Knights, die Vorentscheidung herbeizuführen, resultierte in einer von Kampf geprägten, wenig spektakulären Phase. Bis zur Mitte des Viertels blieb der Vorsprung der Ritter relativ konstant (54:41) und trotz einiger Wechsel und taktischen Anpassungen nahm das Spiel auch in der Folge wenig Fahrt auf. Erst ein Spurt der Knights in den finalen eineinhalb Minuten des dritten Abschnitts brachte eine 17-Punkte-Führung vor dem Schlussviertel.

„Der kleine Run zum Ende des dritten Viertels war für uns sehr wichtig, denn wir haben damit auch ein Stück weit den Willen Vechtas gebrochen“, resümierte Mai. In der Tat erholte sich Vechta nach dem erneuten Tiefschlag auch zu Beginn des vierten Viertels nicht mehr. Nach nur drei gespielten Minuten hatte die einstige 20-Punkte-Führung der Knights wieder Bestand (75:55). Als die Partie kurz nach Mitte des finalen Spielabschnitts beim Stand von 79:57 entschieden war, lockerten die Gastgeber noch einmal etwas die Zügel.

Ein schneller 9:0-Lauf Vechtas hatte jedoch den gewünschten Effekt. Mit konzentriert vorgetragenen Offensivaktionen brachte Kirchheim den 85:72-Heimsieg unter Dach und Fach.