Zwischen Neckar und Alb

„Entmündigte“ Kreisräte

Nahverkehr Grüne, SPD und Linke fühlen sich in der Debatte um die Tariferhöhung übergangen. Der Ruf nach einem Systemwechsel in der Finanzierung wird lauter. Von Bernd Köble

Fahrgäste im VVS müssen ab 1. April mehr bezahlen. Teile der Politik halten das für das falsche Signal. Foto: Carsten Riedl
Fahrgäste im VVS müssen ab 1. April mehr bezahlen. Teile der Politik halten das für das falsche Signal. Foto: Carsten Riedl

Wenn in den Gremien des Kreistags das Wort Kenntnisnahme auf der Tagesordnung steht, dann geht es häufig um Themen, auf die die Kreispolitik keinen Einfluss hat. Beim Öffentlichen Nahverkehr ist das anders, denn dort sitzt der Landkreis als einer der Geldgeber mit im Boot. Deshalb braucht es den Segen der Volksvertreter, wenn - wie diese Woche geschehen - Tarifänderungen beschlossen werden. Die Entscheidung, die Ticketpreise im VVS ab 1. April um 2,66 Prozent zu erhöhen, fiel im Aufsichtsrat in Stuttgart bereits am Dienstag. ...

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Diese Fahrkarten werden ab 1. April teurer

Die Tariferhöhung im Nahverkehr des VVS um insgesamt 2,66 Prozent wirkt sich unterschiedlich auf die einzelnen Fahrpreise aus.

Das Einzelticket für Erwachsene erhöht sich ab drei Zonen um jeweils 20 Cent. Unverändert bleibt der Preis für die Kurzstrecke mit weiterhin 1,50 Euro.

Das Vierer-Ticket für Erwachsene wird je nach Preisstufe zwischen zwei und fünf Prozent teurer. Ein Beispiel: Das Vierer-Ticket für drei Zonen kostet ab April 16,70 statt bisher 15,90 Euro. Für Gelegenheitsfahrer bleibt dieses Angebot weiterhin um fünf Prozent günstiger als vergleichbare Einzelfahrscheine.

Kinder fahren innerhalb der Zone 1 zu unveränderten Konditionen. In den anderen Preisstufen klettert der Preis um zehn Cent für das Kinder-Einzelticket und um 40 Cent für das Vierer-Ticket.

Die Monatskarten werden nach drei Jahren erstmals wieder teurer und zwar um durchschnittlich 3.6 Prozent. Dabei fällt die Erhöhung beim Studi-Ticket (ein Prozent) und beim Schülerticket (2,7 Prozent) geringer aus.

Der Trend zum Homeoffice soll sich zudem ab April auch im Ticketsortiment niederschlagen. Das neue Angebot eines Zehner-Tagestickets richtet sich an Arbeitnehmer, für die sich keine Monatsfahrkarte mehr lohnt, weil sie vermehrt zu Hause arbeiten. bk