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Oumar Sylla in Guinea

Der Demokratieaktivist Oumar Sylla arbeitete als Mobilisierungskoordinator für eine Allianz verschiedener Oppositionsgruppen. Er wurde im September 2020 in der guineischen Hauptstadt Conakry festgenommen und inhaftiert, weil er die Bevölkerung friedlich zu einer Protestveranstaltung aufgerufen hatte, die sich gegen die erneute Kandidatur von Alpha Condé für das Präsidentschaftsamt richtete. Oumar ­Sylla wurden „Kommunikation und Verbreitung von falschen Informationen“, „Gewalt“ und „Morddrohung“ zur Last gelegt, obwohl er lediglich friedlich seine Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit wahrgenommen hatte. Am 10. Juni 2021 verurteilte ihn das Berufungsgericht von Conakry zu drei Jahren Gefängnis. In der Haft verschlechterte sich sein Gesundheitszustand so stark, dass er mehrfach in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Im März 2021 erkrankte er zudem an Covid-19. Im Zuge des Militärputsches kam Oumar Sylla frei, das gegen ihn verhängte Urteil wurde jedoch nicht aufgehoben.


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