Kirchheim

Bald zweimal den Äquator umrundet

Stadtradler haben schon ein eindrucksvolles Pensum auf dem Velo hinter sich gebracht

Das Stadtradeln in der Radkulturstadt Kirchheim geht in die letzte Etappe. Mehr als 1,6 Mal haben die Aktiven nun schon den Äquator umrundet. – Bei überwiegend optimalem Radlwetter.

Schwitzen und strampeln. Morgen geht‘s zum Abschluss der Stadtradel-Aktion um Rekorde in Kirchheim: Es sollen mehr Radler in der
Schwitzen und strampeln. Morgen geht‘s zum Abschluss der Stadtradel-Aktion um Rekorde in Kirchheim: Es sollen mehr Radler in der Stadt gezählt werden, als es Parkplätze gibt.Skizze: Teckbote

Kirchheim. Noch heute und morgen haben die fast 350 Radlerinnen und Radler Zeit, im Alltag möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurückzulegen. Mit 65 874 Kilometern kann sich das Zwischenergebnis schon jetzt sehen lassen, denn damit sind die Kirchheimer Stadtradler in nicht einmal drei Wochen schon klar mehr als 1,6 Mal um den Äquator geradelt. Das war der Stand am gestrigen Donnerstag. Die eine oder andere Strecke kommt noch dazu, so dass die doppelte Äquatorumrundung in greifbarer Nähe scheint. Durch das dreiwöchige Radeln wurden in Kirchheim bereits 9 354 Kilogramm CO2-Emissionen vermieden, so die Rechnung der Organisatoren.

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Insgesamt 26 Teams unterschiedlichster Größe sind in Kirchheim dabei. Ambitionierte Radler und Spaßpedaleure haben sich unter Titels wie „Schnelle Flitzer“ oder einfach unter dem Namen ihrer Firma oder Institution zusammengeschlossen. Das zahlenmäßig stärkste Team stellt mit 45  Teilnehmern die Stadtverwaltung. Dieser Gruppe dürfte auch der Kilometergesamtsieg nicht zu nehmen sein, zumindest haben die Rathausbediensteten derzeit ganz klar die Nase vorn.

Allen gemein ist der Spaß am Radeln und das Gefühl, sich und der Umwelt Gutes zu tun. „Hätte nicht gedacht, dass ich in drei Wochen mehr Kilometer mit dem Fahrrad fahre als mit meinem Auto“, meint beispielsweise Teamkapitän Thomas Hepperle vom Team „Hepfel goes green“. Über „viele Kilometer an der frischen Luft“ freut sich beispielsweise laut Stadtradel-Homepage das Team Leki mit Kapitän Christian Nordhaus. „Stadtradeln ist spitze“, lautet das Urteil der Initiative „FahrRad“, deren Kapitän Dieter Hutt ist. Die Begründung: Weil man so schnell und flexibel ist, weil der Spaß vor der Haustür beginnt, weil es ein Fest für die Sinne ist, weil Null-Emission auch stolz macht und vor allem: weil es einfach zu Kirchheim passt.

Egal ob Kilometerfresser oder Spaßpedaleur: Am morgigen Samstag ist für alle was geboten. Da findet nämlich das Stadtradeln mit dem Radrekord-Tag seinen offiziellen Abschluss. Das Ziel: In der Innenstadt sollen zwischen 8 und 14 Uhr mehr als 2 222 Fahrräder gezählt werden – damit wären es mehr Fahrräder als die Anzahl der Parkplätze in der Innenstadt.

Die Devise lautet „Mitmachen und dabei sein!“. Wie das geht? Einfach morgen mit dem Rad an eine der vier Zählstationen kommen und sich von ehrenamtlichen Helfern der Initiative „FahrRad“ zählen lassen. Damit wird man nicht nur Teil des Kirchheimer Rekordversuchs, sondern erhält als Anerkennung auch einen Gutschein für das Radler-Frühstück, das von 10  bis 12 Uhr auf dem Schlossplatz stattfindet. Bei den vorangegangenen Radrekordversuchen wurde das beste Ergebnis im Jahr 2009 erreicht: damals zählte die Initiative „FahrRad“ 1 741 Radler in der Innenstadt.

Der Schlossplatz ist ab 10 Uhr auch die Kulisse für die Prämierung der aktivsten Stadtradelteams in mehreren Kategorien. Das radaktivste Team weist am meisten Kilometer pro Mitglied auf. Das Radteam mit dem besten Gesamtergebnis verzeichnet die höchste Kilometerzahl insgesamt. Neben den Teamkapitänen berichten im Anschluss die beiden Kirchheimer Radstars Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker und Bürgermeister Günter Riemer über ihre Erlebnisse und Erfahrung während des dreiwöchigen Stadtradelns. Die beiden haben während des Stadtradelns auf ihre Autos verzichtet und sind ganz aufs Fahrrad umgestiegen.pm