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BBL und Junge Liga rücken enger zusammen

Die erste und zweite Basketball-Bundesliga übt weiter den Schulterschluss: Am Randes des BBL Top Four in Berlin unterzeichneten beide Seiten eine Grundlagenvereinbarung, die bis ins Jahr 2022 reicht. „Wir haben das gemeinsame Ziel, den deutschen Profi-Basketball in seiner Gesamtheit strategisch weiterzuentwickeln,“ sagt BBL-Geschäftsführer Jan Pommer. Sein Gegenüber Nicolas Grundmann von der Jungen Liga (DJL), in der Pro B und Pro A zusammengefasst sind, ergänzt: „Es ist für die BBL und auch für uns sehr wichtig, dass die Pro A den Anschluss an die höchste Spielklasse nicht verliert.“ Sichtbarstes Zeichen der neuen Kooperation ist der Umzug des DJL-Personals in die BBL-Zentrale nach Köln. Zudem wurden jetzt die schon im vergangenen Jahr diskutierten „dynamischen Standards“ für die ProA-Ligisten festgeschrieben. Neben den weiterhin zwingenden Mindeststandards (Hallenkapazität 1 500 Zuschauer, Parkettfußboden, 24-Sekunden-Anlage über dem Spielbrett, VIP-Raum) muss jeder Pro-A-Ligist durch Erfüllung frei wählbarer Kriterien aus einem Punktekatalog mit den Bereichen Personal, Infrastruktur, Video/PR, VIP und Nachwuchsförderung eine festgelegte Mindestpunktzahl erreichen. Diese erhöht sich in den kommenden Jahren von 100 (Saison 2013/2014) bis auf 200 Punkte (Saison 2016/2017). Im Gegenzug entfällt der bislang vorgeschriebene Mindestetat von 350 000 Euro. „Die ProA-Bundesligisten erhalten durch die Neuregelung Anreize, sich in bestimmten Bereichen weiter zu entwickeln und können dabei wählen, wo sie ihren Schwerpunkt setzen“, sagt DJL-Geschäftsführer Nicolas Grundmann. „Wichtig ist, dass die an einigen Standorten besonders intensiv betriebene Nachwuchsförderung durch das neue Verfahren honoriert wird.“tb

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