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„Der Ton wird rauer“

Drohanrufe und Drohbriefe gehören bei den Maltesern im Bezirk Neckar-Alb, die das Corona-Abstrichzentrum in Nürtingen-Oberensingen leiten, zum Alltag. „Teilweise fordern Patienten von uns, dass das Testergebnis innerhalb von 24 Stunden da sein müsse, sonst gingen sie in Regress“, sagt Bezirksgeschäftsführer Marc Lippe. Er hat Verständnis für die Nöte der Patienten. „Natürlich ist es schwierig, wenn beispielsweise Eltern Urlaub nehmen müssen, bis das Testergebnis ihres Kindes vorliegt.“ Wenn Patienten unhöflich oder unverschämt werden, ärgert ihn das dennoch. „Unsere Leute trauen sich teilweise gar nicht mehr ans Telefon zu gehen, weil sie nicht angeschrien werden wollen.“

Verzögerungen kann es laut Marc Lippe immer dann geben, wenn - so wie derzeit - viele Testergebnisse übermittelt werden müssen oder wenn Testergebnisse unklar sind. „Dann muss das Labor in Karlsruhe einen zweiten Testlauf fahren“, sagt Lippe. In solchen Fällen könne es bis zu 48 Stunden dauern, bis das Ergebnis dem Patienten vorliege. adö


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